09 May 2026, 00:24

Solingen gibt 82.234 Euro für dringende Sicherheitslücken in der Eishalle frei – doch reicht das?

Große Indoor-Eisbahn mit Deckenbeleuchtung, Werbetafeln, einer Rückwand, Treppen mit Geländern und einigen Menschen, was auf eine Sportanlage hindeutet, wahrscheinlich eine Hockeyarena.

Solingen gibt 82.234 Euro für dringende Sicherheitslücken in der Eishalle frei – doch reicht das?

Solingens Haushaltsausschuss bewilligt 82.234 Euro für dringende Sicherheitsmängel an der städtischen Eishalle

Die Mittel sollen akute Sicherheitsprobleme in der Anlage beheben, die zunehmend unter strukturellen Defiziten und Fragen zur langfristigen Zukunft leidet. Zwar werden mit der Summe die dringendsten Risiken abgemildert, doch bleibt unklar, wie es mit der Halle weitergeht – und ob weitere Investitionen nötig sind.

Die lokale Wählergruppe SG zukunft. begrüßt zwar die Freigabe der Gelder und betont ihr Engagement, den Eisbetrieb aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig zweifelt sie jedoch an, ob die bewilligte Summe für alle notwendigen Reparaturen ausreicht. Ohne eine umfassende technische und statische Prüfung, so die Befürchtung, könnten kurzfristige Maßnahmen wirkungslos bleiben, falls später umfangreichere Sanierungen anstehen.

Kritik übt der Verein vor allem an der bisher fehlenden detaillierten Bestandsaufnahme des Gebäudezustands. Die Betreibergesellschaft Solingen Eissport gGmbH kämpfe mit der zunehmend maroden Bausubstanz, heißt es. Um Klarheit zu schaffen, will die Gruppe der Stadtverwaltung einen Fragenkatalog vorlegen – mit dem Ziel, Transparenz über den tatsächlichen Sanierungsbedarf und die finanziellen Erfordernisse zu erlangen.

Bereits im Raum steht ein größeres Sanierungsprojekt im Umfang von geschätzten 4,8 Millionen Euro. Die Wählergruppe pocht darauf, dass weitere Ausgaben nur im Rahmen einer klaren, wirtschaftlich tragfähigen Strategie erfolgen dürfen. Ihr Anliegen: Steuergelder sollen zielgerichtet eingesetzt werden, um die langfristige Zukunft der Eishalle zu sichern.

Die nun freigegebenen 82.234 Euro decken zwar die vordringlichsten Sicherheitsmängel ab. Doch sind sich Betreiber und lokale Initiativen einig: Ohne eine fundierte Gesamtanalyse und ein langfristiges Konzept bleibt die Zukunft der Halle ungewiss. Deutlich größere Investitionen dürften unvermeidbar sein.

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