18 January 2026, 03:54

Seltene Privatfilme zeigen NS-Alltag in Westfalen – Premiere mit Diskussion

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer detaillierten Landkarte von Westfalen, das auf einer schwarzen Oberfläche liegt.

Seltene Privatfilme zeigen NS-Alltag in Westfalen – Premiere mit Diskussion

Neue Dokumentation gibt seltene Einblicke in den Alltag unter der NS-Herrschaft – Vorstellung am 27. Januar 2023 in der Gütersloher Volkshochschule (VHS)

Unter dem Titel „Unter dem Hakenkreuz: Westfalen 1933–1945 in Amateurfilmen“ zeigt die Gütersloher Volkshochschule am 27. Januar 2023 eine Dokumentation, die anhand privater Filmaufnahmen den Alltag während der NS-Diktatur beleuchtet. Die Veranstaltung lädt zur Diskussion über diese dunkle Epoche ein und möchte den öffentlichen Diskurs über ihre Nachwirkungen anregen.

Produziert wurde der Film vom LWL-Medienzentrum für Westfalen, das dafür auf über 200 private Aufnahmen aus dem LWL-Filmarchiv zurückgriff. Mehr als 60 sorgfältig ausgewählte Szenen zeigen Familienleben, Feste und die Veränderungen in der Region während des Krieges. Die Amateurfilme bieten eine einzigartige Perspektive darauf, wie die NS-Ideologie den Alltag in Westfalen-Lippe prägte.

Die Vorstellung wird von der VHS Gütersloh in Kooperation mit dem Stadtarchiv Gütersloh und dem LWL-Medienzentrum organisiert. Dr. Ralf Springer führt in den Film ein und moderiert im Anschluss eine Diskussion, um das historische Verständnis zu vertiefen und den Austausch über die damaligen Verhältnisse zu fördern. Interessierte werden gebeten, sich vorab anzumelden, um einen Platz zu reservieren. Kurzentschlossene können jedoch bei freier Kapazität ebenfalls teilnehmen. Der Eintritt ist frei, Beginn ist um 19:00 Uhr.

Die Dokumentation präsentiert eine Sammlung persönlicher Filme, die zeigen, wie sich das Leben einfacher Menschen unter der NS-Herrschaft gestaltete. Durch die Kombination historischer Aufnahmen mit einer fachkundig geleiteten Diskussion bietet die Veranstaltung die Möglichkeit, diese Zeit kritisch zu reflektieren. Die Organisatoren hoffen, damit das öffentliche Interesse an der regionalen Geschichte zu stärken.