Schwerverletzter nach ICE-Zusammenstoß in Leichlingen durch Handy-Ablenkung
Doris DowergSchwerverletzter nach ICE-Zusammenstoß in Leichlingen durch Handy-Ablenkung
Schwerverletzter nach Zusammenstoß mit ICE in Leichlingen – Bahn warnt vor Unachtsamkeit an Bahnhöfen
Ein 27-jähriger Mann wurde am Donnerstagabend am Bahnhof Leichlingen von einem mit hoher Geschwindigkeit fahrenden ICE schwer verletzt. Der Vorfall ereignete sich gegen 17:25 Uhr und führte zu erheblichen Behinderungen im Regionalverkehr. Die Behörden haben in der Folge erneut vor den Gefahren an Bahnsteigen gewarnt.
Der Mann hatte sich abgelenkt von seinem Handy gefährlich nah an die Bahnsteigkante begeben. Trotz einer Notbremsung und Warnsignalen des Triebfahrzeugführers konnte der Zusammenstoß nicht verhindert werden. Das Opfer erlitt eine schwere Kopfverletzung und wurde per Rettungshubschrauber in die nächstgelegene Universitätsklinik zur Notfallbehandlung geflogen.
Die Deutsche Bahn musste die Strecke zwischen Leverkusen-Opladen und Leichlingen vorübergehend sperren. Es kam zu Verspätungen und Zugausfällen. Laut Aufzeichnungen gab es in den vergangenen fünf Jahren in Deutschland keinen vergleichbaren Unfall mit einem ICE, der auf die Unachtsamkeit eines Fahrgasts zurückzuführen war.
Die Bundespolizei hat angesichts des Vorfalls erneut dazu aufgerufen, an Bahnsteigkanten besonders achtsam zu sein. Die Warnung betont die Risiken durch Ablenkung – insbesondere durch Mobilgeräte – in belebten Bahnhofsbereichen.
Der Zusammenstoß führte zu betrieblichen Einschränkungen und einer zeitweiligen Streckensperrung. Der Verletzte befindet sich weiterhin im Krankenhaus, während die Ermittler die genauen Umstände des Unfalls klären. Die Behörden appellieren an alle Reisenden, beim Warten auf Züge stets die Sicherheit an erste Stelle zu setzen.






