29 January 2026, 00:37

Rheinisch-Bergischer Kreis reformiert Rettungsdienste mit zwei neuen Fachabteilungen

Eine Schwarz-Weiß-Detailkarte der Stadt Rhein, die Straßen, Gebäude und andere Merkmale zeigt, mit Textanmerkungen.

Rheinisch-Bergischer Kreis reformiert Rettungsdienste mit zwei neuen Fachabteilungen

Rheinisch-Bergischer Kreis reformiert seine Rettungsdienste: Zwei neue Fachabteilungen übernehmen

Der Rheinisch-Bergische Kreis hat seine Notfalldienste in zwei neue Abteilungen umstrukturiert. Die Neugliederung erfolgt vor dem Hintergrund wachsender news aktuell bedingter Gefahren und steigender Risiken für die zivile Sicherheit, die stärkere Maßnahmen zum Schutz der öffentlichen Sicherheit erfordern. Ziel der Verantwortlichen ist es, die Effizienz und Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdiensten zu verbessern.

Die bisherige Stelle für Rettungsdienst, Bevölkerungsschutz und Brandschutz wurde aufgelöst. An ihre Stelle treten zwei spezialisierte Einheiten: das Referat Brand- und Katastrophenschutz (Dezernat 37) sowie das Referat Rettungsdienst und Leitstellenbetrieb (Dezernat 38).

Die Umstrukturierung ist eine Reaktion auf den zunehmenden Druck, dem die Rettungskräfte ausgesetzt sind. Eine steigende Zahl an Notrufen und die Einführung digitaler Systeme zwingen die Behörden zu Anpassungen. Auch der Klimawandel spielt eine Rolle, da extreme Wetterereignisse häufiger und heftiger auftreten.

Dezernat 37 ist künftig für den Brandschutz, das Katastrophenmanagement und die Koordination ehrenamtlicher Kräfte zuständig. Es arbeitet eng mit örtlichen Feuerwehren und Hilfsorganisationen zusammen. Der Kreisbrandmeister Manuel Packhäuser leitet die Abteilung und treibt die Standardisierung von Abläufen sowie die Verbesserung der öffentlichen Sicherheit voran.

Das Dezernat 38 konzentriert sich hingegen auf die notfallmedizinische Versorgung und den Leitstellenbetrieb. Geleitet wird es vom Verwaltungsfachmann Thomas Hagen und Dr. Florian Breuer, dem Ärztlichen Leiter Rettungsdienst. Ihr Ziel ist es, Einsatzzeiten zu verkürzen und die Qualität der präklinischen Behandlung zu steigern.

Beide Abteilungen arbeiten auf der Grundlage aktualisierter rechtlicher Rahmenbedingungen. Das Rettungsdienstgesetz sowie das Gesetz über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz werden derzeit überarbeitet, um die Veränderungen zu unterstützen. Die Verantwortlichen betonen, dass die Aufteilung die wachsende Bedeutung des zivilen und katastrophalen Bevölkerungsschutzes in der kommunalen Verwaltung widerspiegelt.

Die Reform ist auch eine Antwort auf übergeordnete Herausforderungen im Krisenmanagement. Steigende Einsatzzahlen, neue Technologien und sich wandelnde Risiken haben traditionelle Strukturen an ihre Grenzen gebracht. Durch die Trennung von Feuerwehreinsätzen und medizinischer Notfallversorgung erhofft sich der Kreis ein widerstandsfähigeres und flexibleres System.

Die beiden neuen Abteilungen haben ihren Betrieb bereits vollumfänglich aufgenommen. Ihre Gründung markiert einen wichtigen Schritt in der öffentlichen Sicherheitsstrategie des Rheinisch-Bergischen Kreises. Mit klaren Zuständigkeiten und spezialisierter Führung erwarten die Verantwortlichen schnellere Reaktionszeiten und eine bessere Koordination in Krisensituationen.