Reul kritisiert Fußballvereine wegen laschen Umgangs mit Stadionrowdys
Doris DowergReul kritisiert Fußballvereine wegen laschen Umgangs mit Stadionrowdys
Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul hat sich kritisch zu Fußballvereinen wegen deren Umgang mit Stadionrowdys geäußert. Er wirft den Clubs vor, Strafverfolgungen zu verzögern, weil sie Repressalien von eigenen Ultra-Fans fürchten.
Reul bemängelte, dass die Vereine nicht schnell genug gegen Störer vorgehen. Trotz umfassender Überwachung in den Stadien blieben Verstöße seiner Ansicht nach oft zu lange ohne Konsequenzen.
Eine private Finanzierung der Polizei durch die Clubs lehnte er ab. Die Sicherheit bei Spielen sei eine staatliche Aufgabe, betonte Reul – die Kosten dürften dabei keine Diskussion auslösen. Zudem schlug er neue Gesetze vor, um Vereine bei übermäßigen Verzögerungen bei der Ahndung von Verstößen zu sanktionieren.
Die Äußerungen des Ministers spiegeln die anhaltenden Spannungen zwischen Behörden und Fußballclubs wider. Seine geplante Gesetzgebung könnte die Vereine zwingen, disziplinarische Verfahren zu beschleunigen. Im Mittelpunkt steht weiterhin die Verbesserung von Sicherheit und Verantwortung in den Stadien.
