10 February 2026, 00:44

Rettungstunnel im Elleringhausener Tunnel: Sprengungen treiben Bau voran

Ein mit Felsen gefüllter Tunnel und ein Metalltor in der Mitte, mit Drähten an der Spitze, die an einen Stolleneingang erinnern.

Rettungstunnel im Elleringhausener Tunnel: Sprengungen treiben Bau voran

Im Elleringhausener Eisenbahntunnel läuft derzeit eine umfassende Sanierung – inklusive des Baus eines parallelen Rettungstunnels. Mit kontrollierten Sprengungen wird die neue Struktur in den Fels getrieben, wobei mehrmals täglich gesprengt wird. Ziel des Projekts ist es, den fast 1.400 Meter langen Tunnel an aktuelle Sicherheitsvorschriften anzupassen.

Die Arbeiten am Elleringhausener Tunnel begannen im Frühjahr 2023, der eigentliche Tunnelvortrieb startete im Juni 2025. Der Rettungstunnel, der parallel zur Hauptstrecke verläuft, wird 475 Meter lang sein und alle 500 Meter Notzugänge bieten. Zudem muss er groß genug für Einsatzfahrzeuge sein, damit diese einfahren und wenden können.

Bei den Sprengarbeiten in Brilon-Wald kommen pro Detonation etwa 75 Kilogramm Sprengstoff zum Einsatz – weniger als im üblichen Steinbruchbetrieb. Jede Sprengung bringt den Tunnel um rund 100 bis 150 Meter voran. Weitere kontrollierte Sprengungen sind für den Sommer 2026 geplant, um ausreichend Platz für Rettungsfahrzeuge zu schaffen.

Die gesamten Sanierungsarbeiten sollen bis 2029 dauern. Für Anwohner wurde eine Hotline eingerichtet, über die sie Bedenken oder Beschwerden wegen der Sprengungen melden können.

Der Rettungstunnel wird die Sicherheit erhöhen, da er schnellere Evakuierungen und Einsatzmaßnahmen ermöglicht. Das Projekt verläuft nach Plan; der Tunnelvortrieb läuft seit Januar 2026. Weitere Sprengungen werden bei Bedarf durchgeführt, um die Struktur fertigzustellen.