24 May 2026, 04:25

Rechtsextreme Demonstration in Münster an Heiligabend nach Protesten abgesagt

Keine Neonazi-Demo an Heiligabend in Münster

Rechtsextreme Demonstration in Münster an Heiligabend nach Protesten abgesagt

Rechtsextreme Kundgebung in Münster an Heiligabend abgesagt

Die Pläne für eine rechtsextreme Demonstration in Münster an Heiligabend sind abgesagt worden. Die Veranstalter zogen ihre Anmeldung zurück, nachdem sie auf Widerstand von antifaschistischen Gruppen gestoßen waren. Die Absage folgt auf monatelange Spannungen im Zusammenhang mit dem Grab eines Neonazis in Dortmund.

Der Streit hatte begonnen, nachdem Neonazis bei einer Kundgebung am 13. September eine Rückkehr nach Münster angekündigt hatten. Sie hatten sich in diesem Jahr bereits dreimal vor dem Oberverwaltungsgericht versammelt, um für das Grab von Siegfried „SS-Siggi“ Borchardt zu demonstrieren – einem verurteilten Neonazi aus Dortmund. Die Stadt hatte es abgelehnt, ein gekennzeichnetes Grab zuzulassen, aus Sorge, es könnte zu einer Pilgerstätte für Rechtsextreme werden.

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Rechtsextremisten aus Dortmund waren wiederholt nach Münster gereist, um an Gerichtsverhandlungen teilzunehmen. Ihre für Heiligabend geplante Demonstration wird nun jedoch nicht stattfinden. Das antifaschistische Bündnis „Kein Meter den Nazis“ hatte bereits eine Gegenkundgebung für denselben Tag angemeldet.

Carsten Peters, Sprecher des Bündnisses, erklärte, der Druck durch die Proteste habe die Veranstalter zum Rückzug gezwungen. Die Gruppe begrüßte die Entscheidung und bezeichnete sie als direktes Ergebnis des anhaltenden Widerstands gegen rechtsextreme Aktivitäten.

Mit der Absage bleibt nur noch die Gegenkundgebung an Heiligabend geplant. Die Weigerung Dortmunds, ein namentlich gekennzeichnetes Grab für Borchardt zu genehmigen, bleibt ein zentraler Streitpunkt. Das Gericht in Münster war in der Vergangenheit wiederholt Schauplatz von Auseinandersetzungen zwischen Extremisten und antifaschistischen Aktivisten.

Quelle