Sachsens Faschingsfans starten optimistisch in den Straßenkarneval - Radeburgs Karnevalsumzug wird zum farbenfrohen Fest ohne Politik
Sachsens größter Karnevalsumzug füllt am 15. Februar die Straßen von Radeburg
Nach jüngsten Herausforderungen bereiten sich Veranstalter und Teilnehmer auf ein lebendiges, farbenfrohes Fest vor. In diesem Jahr verspricht die Veranstaltung eine Auszeit von der Politik – stattdessen stehen Spaß und Tradition im Mittelpunkt.
Der Verband Sächsischer Karnevereine, der 186 Vereine und rund 22.000 Mitglieder vertritt, hat sich bemüht, die Begeisterung für die fünfte Jahreszeit wiederzubeleben. Jörg Weiser, der Präsident des Verbandes, betont die Erleichterung der Vereine nach schwierigen Jahren. Der Radeburger Umzug, der größte der Region, bleibt dabei seinen unpolitischen Wurzeln treu – anders als die Feiern in rheinischen Städten wie Köln oder Düsseldorf, wo politische Satire oft im Mittelpunkt steht.
Bis zu 25.000 Besucher werden erwartet, und sonniges, trockenes Wetter soll die Besucherzahlen weiter steigern. Eintrittskarten kosten für Erwachsene 5 Euro, Kinder und Schüler unter 14 Jahren haben freien Eintritt. Das Motto für 2026 – "verrückt und wild" – gibt den Ton für einen Tag mit prächtigen Wagen und Kostümen vor.
Erstmals wird Sachsen ein Karnevalsprinzenpaar auf Landesebene küren: Désirée I. und Simon I. vom Pegauer Karnevalsclub werden die Feierlichkeiten anführen und dem Fest eine neue traditionelle Note verleihen.
Der Radeburger Umzug bietet ein spektakuläres Erlebnis ohne politische Untertöne. Bei idealem Wetter und mit Fokus auf reiner Festfreude soll die Veranstaltung Menschenmassen anziehen und die Stimmung heben. Die Organisatoren hoffen, dass der Erfolg in diesem Jahr eine positive Richtung für künftige Karnevalsfeiern in der Region vorgibt.