17 April 2026, 20:20

"Postkarten für den Iran": Wie Fotograf:innen mit Kunst Solidarität zeigen

Eine Gruppe iranischer Frauen in schwarzer Kleidung, einige mit Brille, halten Fotos von Präsident Mahmoud Ahmadinejad während einer Demonstration in Tehran hoch.

"Postkarten für den Iran": Wie Fotograf:innen mit Kunst Solidarität zeigen

Eine Gruppe von Fotograf:innen hat das Projekt "Postkarten für den Iran" ins Leben gerufen, um Geld für iranische Frauen und lokale Journalist:innen zu sammeln. Der in Berlin ansässige Fotograf Lenny Rothenberg hat sich mit 21 weiteren Kolleg:innen zusammengeschlossen, um die Initiative zu starten. Ihr Ziel ist es, durch Kunst und Geschichten sowohl finanzielle Hilfe zu leisten als auch die Menschen im Iran sichtbarer zu machen.

Die Idee entstand, als Rothenberg nach Wegen suchte, Iraner:innen in den anhaltenden Krisen zu unterstützen. Gemeinsam mit anderen Künstler:innen entwickelte er einen Satz von 44 Postkarten mit ihren Fotografien. Jedes Set wird für 22 Euro verkauft, wobei der gesamte Erlös an Bedürftige im Iran geht.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Innerhalb weniger Tage nach dem Start wurden bereits über 100 Sets verkauft. Die Organisator:innen hoffen nun, diese Zahl in den kommenden Wochen verdoppeln zu können. Die Verteilung der Gelder wird in Abstimmung mit der iranischen Sektion von Amnesty International koordiniert, um Transparenz und Wirkung zu gewährleisten.

Die Fotografin Chiara Baluch, eine der Beteiligten, ist überzeugt, dass kleine kreative Projekte wie dieses größere Veränderungen anstoßen können. Sie betonte, dass Aufmerksamkeit und das Teilen von Geschichten genauso wichtig sind wie finanzielle Unterstützung. Der Fokus der Gruppe liegt derzeit darauf, weitere Postkarten zu verkaufen, um ihre Arbeit fortzuführen.

Die Initiative verbindet Kunst mit Aktivismus und bietet eine direkte Möglichkeit, iranische Frauen und unabhängige Journalist:innen zu unterstützen. Da die Gelder über Amnesty International verwaltet werden, ist sichergestellt, dass die Spenden bei denen ankommen, die sie am dringendsten benötigen. Die Fotograf:innen hinter "Postkarten für den Iran" planen, ihre Reichweite in den nächsten Wochen weiter auszubauen.

Quelle