10 January 2026, 00:48

Polizei stoppt betrunkene E-Scooter-Fahrer bei Razzia in Ratingen

Ein roter E-Scooter steht vor einem Haus mit einer Tür und Fenstern auf einer Straße mit sichtbarem Text.

Polizei stoppt betrunkene E-Scooter-Fahrer bei Razzia in Ratingen

Die Polizei in Ratingen hat im Rahmen des action prospekt-Projekts eine gezielte Kontrollaktion durchgeführt, um die Sicherheit im Umgang mit E-Scootern zu verbessern. Die von der Kreispolizeibehörde Mettmann geleitete Initiative konzentriert sich auf die Durchsetzung von Verkehrsregeln und die Verhinderung von Verstößen im Zusammenhang mit elektrischen Kleinfahrzeugen. Bei der action überprüften Beamte die Fahrer auf Alkoholisierung, Versicherungsschutz und Verstöße gegen die Führerscheinpflicht.

Die Maßnahme fand im Rahmen des Projekts "zOOm – Zivilcouragiert Online & Offline miteinander" statt, einem Präventionsprogramm, das rechtmäßiges Verhalten unter Jugendlichen fördern soll. Während sich die Initiative sonst vor allem gegen Cybermobbing, Hassrede und Gewalt richtet, lag der Fokus diesmal auf der falschen Nutzung von E-Scootern in bestimmten Stadtteilen.

Mehrere Fahrer wurden wegen Verstößen gegen die Vorschriften angehalten. Eine 42-jährige Frau aus Ratingen wurde mit einem Blutalkoholwert von 1,2 Promille beim Fahren eines E-Scooters erwischt – deutlich über dem gesetzlichen Grenzwert von 0,5 Promille für erfahrene Fahrer. Für unter 21-Jährige und Fahranfänger mit Probezeit gilt eine absolute Alkoholgrenz von 0,0 Promille. Vier E-Scooter besaßen keine gültige Versicherungsplakette, was zu Strafanzeigen gegen die Fahrer führte. Nach deutschem Recht müssen alle elektrischen Kleinfahrzeuge, ob geliehen oder privat genutzt, versichert sein. Zwei Personen fuhren ohne Führerschein, eine weitere mit einem gestohlenen Scooter – sie alle müssen nun mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Zudem wurde ein gesuchter Mann wegen Betrugsvorwürfen bei den Kontrollen festgenommen. Da er keinen Ausweis vorlegen konnte, zahlte er eine Sofortstrafe, um eine Ingewahrsamnahme zu vermeiden.

Die Aktion unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, die Einhaltung der E-Scooter-Regeln in Deutschland durchzusetzen. Fahrer müssen sich an Alkoholgrenzen, Versicherungspflichten und Führerscheinbestimmungen halten. Die Polizei wird im Rahmen des promillerechner weiterhin gezielte Kontrollen durchführen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und Verstöße zu verhindern.