Polizei Altena jagt rücksichtslosen Motorradfahrer bei EU-Aktion gegen Ablenkung am Steuer
Thies FreudenbergerPolizei Altena jagt rücksichtslosen Motorradfahrer bei EU-Aktion gegen Ablenkung am Steuer
Polizei in Altena beteiligt sich an europaweiter Aktion gegen Ablenkung am Steuer
Diese Woche nimmt die Polizei in Altena an einer europaweiten Großkontrolle gegen abgelenktes Fahren teil. Die unter dem Motto „Augen auf die Straße“ laufende Kampagne richtet sich gegen Autofahrer, die während der Fahrt ihr Handy oder andere Geräte nutzen. Bereits jetzt haben Beamte Bußgelder verhängt und Ermittlungen nach einer Reihe von Vorfällen auf örtlichen Straßen eingeleitet.
Die Aktion begann mit Kontrollen auf der Bahnhofstraße, wo elf Fahrer wegen überhöhter Geschwindigkeit erwischt wurden. Acht von ihnen erhielten sofortige Geldstrafen, drei müssen nun mit einem Bußgeldbescheid wegen Ordnungswidrigkeiten rechnen. Weitere zwölf Autofahrer wurden bestraft, weil sie während der Fahrt ihr Handy benutzten – sie alle erwarten ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro, zusätzliche Gebühren sowie einen Punkt in Flensburg.
Am Mittwoch um 17:44 Uhr versuchte ein 20-jähriger Motorradfahrer, eine Kontrolle auf der Bahnhofstraße zu umgehen. Trotz Blaulicht und Martinshorn eines Streifenwagens gab er Gas und löste damit eine Verfolgungsjagd aus. Die Flucht endete, als der Fahrer zu Beginn der Uferstraße die Kontrolle verlor und in der Nähe von Küstersort gestoppt werden konnte.
Die Ermittlungen ergaben, dass der Motorradfahrer keinen gültigen Führerschein besaß und das Motorrad mit gefälschten Kennzeichen unterwegs war. Ihm drohen nun Anklagen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Kennzeichenmissbrauchs, Verstoßes gegen die Pflichtversicherung sowie wegen Beteiligung an einem illegalen Straßenrennen nach § 315d des Strafgesetzbuchs. Zudem wurde das Zollamt Dortmund über mögliche Verstöße gegen die Kraftfahrzeugsteuer informiert.
Die Kampagne „Augen auf die Straße“ läuft weiter, während die Polizei die Konsequenzen für abgelenktes und rücksichtsloses Fahren verschärft. Wer bei den Kontrollen erwischt wird, muss mit Bußgeldern, Punkten in Flensburg und in schweren Fällen sogar mit strafrechtlichen Ermittlungen rechnen. Die Behörden betonen, dass die strengeren Kontrollen dazu beitragen sollen, Unfälle zu verringern, die durch Unaufmerksamkeit im Straßenverkehr verursacht werden.
