18 June 2026, 16:16

Photovoltaik-Ausbau in Deutschland 2025: Rückgang um 11,5 Prozent – doch nicht überall

Gemischte Halbjahresergebnisse in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg

Photovoltaik-Ausbau in Deutschland 2025: Rückgang um 11,5 Prozent – doch nicht überall

Wachstum der Photovoltaik-Kapazität in Deutschland im ersten Halbjahr 2025 gebremst

Die bundesweiten Zahlen zeigen im ersten Halbjahr 2025 einen Rückgang des Zubaus an Solarstromkapazitäten um 11,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Regional gibt es jedoch unterschiedliche Entwicklungen.

Laut nationalen Angaben stieg die installierte Leistung von Januar bis Juni 2025 um 7.347 Megawatt – ein Minus von 11,5 Prozent gegenüber den ersten sechs Monaten 2024, als die Bundesnetzagentur rund 7.550 Megawatt registrierte. Bis August 2024 hatte sich der Zubau auf etwa 8.300 Megawatt erhöht.

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In Baden-Württemberg verzeichnete das lokale Photovoltaik-Netz einen Anstieg um 988 Megawatt, was einem Rückgang von 15 Prozent gegenüber Anfang 2024 entspricht. Die LEE NRW korrigierte diese Zahl später auf 1.039 Megawatt – 51 Megawatt mehr als zunächst gemeldet. Der tatsächliche Rückgang im Land wird nun auf 9,5 Prozent geschätzt und liegt damit leicht über dem Bundesschnitt. Spitzenreiter beim Ausbau war der Landkreis Biberach mit 127 Megawatt, angetrieben durch eine 80-Megawatt-Freiflächenanlage in Langenenslingen.

Nordrhein-Westfalen verzeichnete einen deutlicher ausgeprägten Rückgang: Die LEE NRW meldete einen Zubau von 940 Megawatt – ein Minus von 20 Prozent im Vergleich zu 2024. Das Tempo bei der Installation neuer Anlagen hat sich hier nahezu halbiert und liegt deutlich unter dem deutschen Durchschnitt. In Bayern hingegen ging der Ausbau nur um etwa 2 Prozent zurück.

Die ersten sechs Monate 2025 zeigen somit ein gemischtes Bild beim Solarausbau: Während der Rückgang in Baden-Württemberg weniger stark ausfiel als zunächst angenommen, hinkt Nordrhein-Westfalen hinterher. Bayern bleibt mit nur einem leichten Rückgang bei den Neuanlagen die stabilste Region.

Quelle