07 June 2026, 02:19

Pflegeversicherung: Höhere Zuschläge für Kinderlose geplant – Experte fordert Reformen

Wirtschaftsberater: Lassen Sie Kinder nicht für die Altenpflege zahlen

Pflegeversicherung: Höhere Zuschläge für Kinderlose geplant – Experte fordert Reformen

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken prüft Pläne, den Zuschlag für kinderlose Personen in der deutschen Pflegeversicherung zu erhöhen. Die geplante Anpassung würde den Satz von 0,6 auf 0,7 Prozent anheben. Der Wirtschaftsexperte Martin Werding hat sich mit eigenen Vorschlägen zu den Finanzierungsreformen zu Wort gemeldet.

Werding befürwortet eine schrittweise Erhöhung des Zuschlags für Menschen ohne Kinder. Zudem schlägt er vor, die Regelungen auszuweiten, sodass Personen mit wenigen oder keinen Kindern höhere finanzielle Beiträge leisten müssen. Seine Ideen zielen darauf ab, die finanzielle Belastung des Pflegesystems zu verringern.

Allerdings lehnt er einen weiteren Diskussionsvorschlag ab: die Herabsetzung des Alters, ab dem erwachsene Kinder für die Pflegekosten ihrer Eltern aufkommen müssen. Werding argumentiert, dass erwachsene Kinder bereits einen großen Teil dieser Ausgaben tragen und so die öffentlichen Versicherungskassen entlasten. Er warnt, dass eine frühere Heranziehung ältere Menschen davon abhalten könnte, Unterstützung bei Sozialämtern zu beantragen.

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Die Regierung hat noch keine endgültigen Beschlüsse gefasst. Doch die Überlegungen Warkens zu einer Erhöhung um 0,1 Prozent deuten auf mögliche Anpassungen hin. Sollte der Zuschlag steigen, hätten kinderlose Personen höhere Kosten zu tragen. Werdings Vorschläge könnten zudem die Berechnung der Beiträge für Menschen mit weniger Angehörigen grundlegend verändern. Die Debatte darüber, wie die Pflegefinanzierung fair gestaltet werden kann, ohne Familien übermäßig zu belasten, geht weiter.

Quelle