03 May 2026, 04:22

Pflegenotstand in NRW: Düsseldorf und Mönchengladbach kämpfen um Lösungen für die Zukunft

Alte Zeitungsillustration mit verschiedenen Menschen in Not mit fetter Schrift und dekorativem Rand, die einen Arzt für jedes Haushalt promotes.

Pflegenotstand in NRW: Düsseldorf und Mönchengladbach kämpfen um Lösungen für die Zukunft

Städte in Nordrhein-Westfalen stehen vor wachsenden Herausforderungen in der Langzeitpflege. Düsseldorf und Mönchengladbach verzeichnen mittlerweile einige der höchsten Anteile pflegebedürftiger Einwohner in der Region. Fast jeder Zehnte ist dort auf Unterstützung angewiesen – doch beide Städte kämpfen damit, die Nachfrage zu decken.

Besonders drängend ist die Situation in Mönchengladbach, wo die Pflegebedürftigkeit auch auf die Arbeitertradition der einst blühenden Textilindustrie zurückzuführen ist. Im Caritas-Seniorenheim in Mönchengladbach-Holt gibt es lange Wartelisten, viele Bewohner benötigen intensive Betreuung. Um den Personalmangel zu lindern, hat die Einrichtung kürzlich zwei neue Pflegekräfte aus den Philippinen eingestellt.

Auch in Düsseldorf werben Pflegeheime vermehrt Fachpersonal aus dem Ausland an. Trotz dieser Bemühungen bleiben Lücken. Ewald Overs, ein Bewohner des Caritas-Heims, springt wegen des Personalmangels bereits selbst helfend ein.

Regional werden fast 90 Prozent der Pflegebedürftigen zu Hause versorgt. Prognosen zufolge wird der Bedarf bis 2050 um ein Drittel steigen. Helmut Wallrafen vom Mönchengladbacher Sozialamt fordert eine stärkere Einbindung der Familien sowie eine bessere Verzahnung von professioneller und ehrenamtlicher Pflege. Zudem plädiert er für mehr lokale, nachbarschaftsnahe Unterstützungsangebote, um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden.

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Die steigende Zahl pflegebedürftiger Menschen in Düsseldorf und Mönchengladbach bringt die Versorgung an ihre Grenzen. Während Auslandsrekrutierung und ehrenamtliche Hilfe teilweise Abhilfe schaffen, suchen die Verantwortlichen nun nach langfristigen Lösungen. Der Ausbau lokaler Pflegenetzwerke und die Stärkung der familiären Unterstützung bleiben zentrale Prioritäten für die kommenden Jahre.

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