NRW verzeichnet höchste Inflation 2023: Wohnen und Versicherungen treiben Preise an
Iwona KohlInflationsrate in NRW erreicht Jahreshoch - NRW verzeichnet höchste Inflation 2023: Wohnen und Versicherungen treiben Preise an
Die Verbraucherpreise in Nordrhein-Westfalen (NRW) stiegen im September 2023 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,3 Prozent. Damit erreichte die jährliche Inflationsrate in der Region den höchsten Stand des gesamten Jahres 2023. Während einige Kosten sanken, verzeichneten andere deutliche Anstiege – mit unterschiedlichen Auswirkungen auf die Haushaltsbudgets.
Besonders stark legten die Ausgaben für Wohnen zu: Hier kletterten die Preise um 7,2 Prozent im Jahresvergleich. Knapp dahinter folgten Versicherungsdienstleistungen, die sich um 6,4 Prozent verteuerten. Auch Lebensmittel wurden teurer, allerdings mit einer moderateren Steigerung von insgesamt 2,1 Prozent.
Deutlich stärker stiegen die Preise für Milchprodukte und Eier – hier betrug der Anstieg 3,8 Prozent –, während Obst mit einem Plus von 7,1 Prozent besonders stark zulegte. Nicht alle Nahrungsmittel wurden jedoch teurer: Gemüse verbilligte sich um 3,3 Prozent, Speisefette und -öle sogar um 3,8 Prozent.
Bei den Energiekosten gab es dagegen Entlastung: Die Preise für Heizöl sanken im Vergleich zu September 2022 um 5,5 Prozent.
Die aktuellen Zahlen zeigen gemischte Trends in den verschiedenen Ausgabenkategorien Nordrhein-Westfalens. Während Wohnen und Versicherungen die Haushalte stärker belasten, sorgten günstigere Preise für Heizöl und bestimmte Lebensmittel für einen gewissen Ausgleich. Die Gesamtinflation von 2,3 Prozent spiegelt diese gegenläufigen Entwicklungen bei den Lebenshaltungskosten wider.
