04 May 2026, 18:29

NRW verliert bis 2070 eine Million Einwohner – wer profitiert, wer leidet?

Karte von Deutschland, die Frankfurt mit Farbverläufen hervorhebt, die die Bevölkerungsdichte in Prozent angeben, begleitet von erklärendem Text auf der linken Seite.

Prognose: Sauerland verliert Einwohner, Rheinland gewinnt - NRW verliert bis 2070 eine Million Einwohner – wer profitiert, wer leidet?

Nordrhein-Westfalen (NRW) steht in den nächsten drei Jahrzehnten vor ungleichen Bevölkerungsverschiebungen. Während einige Regionen wachsen werden, müssen viele ländliche und ehemalige Industriegebiete mit deutlichen Rückgängen rechnen. Offizielle Prognosen zufolge könnte das Land bis 2050 eine halbe Million Einwohner verlieren – und bis 2070 sogar bis zu eine Million.

Das Landesamt für Statistik hat Geburten-, Sterbe- und Wanderungsdaten analysiert, um diese Entwicklungen vorherzusagen. Die Ergebnisse zeigen, dass bis 2050 nur zehn Kreise und kreisfreie Städte ein Bevölkerungswachstum verzeichnen werden. Zu den wachsenden Regionen zählen Heinsberg, Mönchengladbach, Bonn, Münster, Düsseldorf und Kleve. Auch Bielefeld, Düren, Euskirchen und Steinfurt werden Zuwächse verzeichnen, wenn auch in geringerem Tempo.

Dagegen werden ländliche Gebiete in Ost- und Südwestfalen deutlich schrumpfen. Besonders betroffen sind der Märkische Kreis, Olpe, der Hochsauerlandkreis und Höxter. Auch das Ruhrgebiet, einst das industrielle Zentrum Deutschlands, wird voraussichtlich Einwohner verlieren.

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Die Prognosen zeigen zudem einen langfristigen Rückgang der Geburtenzahlen, die unter dem aktuellen Niveau bleiben dürften. Gleichzeitig wird die Sterblichkeit steigen, was die Bevölkerungsabnahme in strukturschwachen Regionen weiter beschleunigt.

Bis 2050 wird sich die Bevölkerung NRWs stark verändern. Wachstum konzentriert sich auf einige wirtschaftsstarke Städte, während ländliche und ehemalige Industriegebiete weiter ausbluten. Der allgemeine Rückgang spiegelt übergeordnete demografische Herausforderungen wider – darunter niedrige Geburtenraten und eine alternde Bevölkerung.

Quelle