NRW und Bahn starten Millionenoffensive gegen Zugchaos und marode Gleise
Doris DowergNRW und Bahn starten Millionenoffensive gegen Zugchaos und marode Gleise
Nordrhein-Westfalen (NRW) und die Deutsche Bahn haben eine Zusammenarbeit vereinbart, um den Schienenverkehr im Land zu verbessern. Das Eisenbahnnetz des Bundeslandes leidet unter Verspätungen, Zugausfällen und maroder Infrastruktur. Beide Seiten wollen nun wichtige Strecken modernisieren und die Zuverlässigkeit steigern.
Im vergangenen Jahr kam jeder vierte Zug in NRW zu spät, jeder sechste fiel komplett aus. Fahrermangel, überlastete Strecken und veraltete Infrastruktur waren die Hauptgründe für die Probleme. Das Schienennetz des Landes ist in schlechterem Zustand als in den meisten anderen deutschen Regionen.
Um die Missstände zu beheben, konzentrieren sich Bahn und Land auf die Aufwertung stark frequentierter Verbindungen. Ab Februar 2023 beginnen die Bauarbeiten an der Strecke Köln–Wuppertal–Hagen. Geplant sind zudem neue Verbindungen zwischen Hagen, Unna und Hamm sowie zwischen Köln, Bonn und Koblenz. Eine weitere Projektstrecke soll Aachen mit Köln verbinden.
Langfristig verfolgen beide Partner gemeinsame Ziele: Dazu gehören der Bau eines modernen Bahnhofs sowie die Schaffung einer direkten Schienenverbindung von Köln nach London.
Die Kooperationsvereinbarung sieht einen klaren Fahrplan für die kommenden Jahre vor. Schon bald starten umfangreiche Baumaßnahmen an zentralen Streckenabschnitten. Ziel ist es, Verspätungen zu reduzieren und den Fahrgästen in ganz NRW einen besseren Service zu bieten.
