14 January 2026, 14:37

NRW-Schulen schließen wegen extremer Glättewarnung – Chaos beim Distanzunterricht

Eine Gruppe von Menschen, die auf einem zugefrorenen Kanal in Amsterdam Eislaufen, umgeben von Booten, Bäumen, Gebäuden mit Fenstern, Laternen, Flaggen und einer Brücke unter einem klaren Himmel.

NRW-Schulen schließen wegen extremer Glättewarnung – Chaos beim Distanzunterricht

Schulen in Nordrhein-Westfalen stellen wegen Glättewarnungen auf Distanzunterricht um

An allen Schulen in Nordrhein-Westfalen (NRW) fand am Montag, dem 12. Januar 2026, aufgrund schwerer Glättewarnungen kein Präsenzunterricht statt. Das Bildungsministerium des Landes ordnete die Schließung der Schulen an und begründete dies mit den Risiken durch Glatteis und starken Schneefall, die der Deutsche Wetterdienst (DWD) vorhergesagt hatte.

Die Entscheidung fiel spätabends am Sonntag, nachdem der DWD vor gefährlichen Wetterbedingungen in der Nacht gewarnt hatte. Die Behörde arbeitete dabei mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV NRW) und lokalen Wasserverbänden zusammen und nutzte hochauflösende Radardaten von Stationen in Hannover, Essen, Flechtdorf und Neuheilenbach, um die vereisten Bedingungen vorherzusagen. Die Schulen reagierten, indem sie auf Online-Unterricht umstellten oder den Schülerinnen und Schülern Aufgaben per E-Mail zukommen ließen.

Bildungsministerin Dorothee Feller verteidigte den Schritt und betonte, die Sicherheit der Kinder habe oberste Priorität. Dennoch gab es Kritik an der kurzfristigen Ankündigung. Der Landeselternverband der Grundschulen monierte, Familien hätten mehr Vorlaufzeit benötigt, um sich vorzubereiten. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) wies zudem auf Ungleichheiten bei der Umsetzung des Distanzunterrichts hin – einige Lehrkräfte hätten nicht ausreichend Unterstützung erhalten.

Die politischen Reaktionen fielen gemischt aus: Während die SPD Fellers Entscheidung unterstützte, aber fragte, warum sie nicht früher getroffen worden sei, argumentierte die FDP, dass weniger drastische Maßnahmen wie versetzte Schulbeginne oder gestaffelte Stundenpläne anstelle vollständiger Schließungen in Betracht hätten gezogen werden können.

Der plötzliche Wechsel zum Distanzunterricht brachte für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie Eltern die gewohnten Abläufe durcheinander. Zwar stand die Sorge um die Sicherheit im Vordergrund, doch die fehlende Vorwarnzeit und die uneinheitliche Umsetzung sorgten bei vielen für Frustration. Die Schulen warten nun auf weitere Updates, während sich die Wetterlage entwickelt.