07 May 2026, 10:20

NRW reformiert Kita-System: Mehr Flexibilität, weniger Bürokratie und 1,5 Milliarden für die Infrastruktur

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Allianzen und Carrier verpflichten sich zur Kita-Reform - NRW reformiert Kita-System: Mehr Flexibilität, weniger Bürokratie und 1,5 Milliarden für die Infrastruktur

Nordrhein-Westfalen steht vor einer Reform seines Betreuungssystems für Kinder, nachdem wichtige Akteure ein neues Positionspapier unterstützt haben. Das Vorhaben zielt darauf ab, die Qualität der Kitas (Kindertagesstätten) zu verbessern und wird künftige Landesgesetze prägen. Kommunale Spitzenverbände, Träger und Kirchen haben die Vereinbarung unterzeichnet und sich damit hinter die geplanten Änderungen gestellt.

Die Reform führt Kernbetreuungszeiten und Randzeiten in den Kitas ein, die unterschiedlichen Personalschlüsseln unterliegen. Die Einrichtungen können künftig selbst über das Betreuungsverhältnis von Personal zu Kindern sowie über die erforderlichen Qualifikationen während der Bring- und Abholzeiten entscheiden. Eltern erhalten zudem mehr Flexibilität, indem sie die Betreuung in Fünf-Stunden-Blöcken buchen können, während die Obergrenzen für Gruppengrößen gelockert werden.

Für die Kitas werden Berichts- und Dokumentationspflichten reduziert und vereinfacht. Bestehende Förderprogramme wie PlusKitas, sprachlich spezialisierte Kitas und Familienzentren werden zusammengeführt, und das Kita-Tageshelferprogramm wird in das neue Kinderbildungsgesetz (KiBiz) integriert. Das Land investiert zudem 1,5 Milliarden Euro in die Infrastruktur und stellt 50 Millionen Euro für die Gewinnung zusätzlichen Personals bereit.

Die Finanzierung steigt ab dem 1. August 2027 jährlich um 200 Millionen Euro, wobei bereits ab dem 1. August 2026 freiwillig weitere 200 Millionen Euro für das Kita-Jahr bereitgestellt werden können. Eltern zahlen künftig keine Gebühren mehr für die beiden bisher bereits beitragsfreien Kita-Jahre. Die KiBiz-Reform soll bis 2026 die gesetzgeberischen Hürden nehmen und könnte zum 1. August 2027 in Kraft treten.

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Die Änderungen bringen mehr Finanzmittel, flexiblere Buchungsmöglichkeiten und weniger Bürokratie für die Kitas in ganz NRW. Die Landesregierung plant, das Gesetz bis 2026 final zu beschließen, damit die neuen Regelungen möglicherweise bereits im Folgejahr greifen. Die Reform stößt auf breite Unterstützung bei kommunalen Behörden, Trägern und religiösen Gruppen, die in der Kinderbetreuung engagiert sind.

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