30 June 2026, 00:17

NRW fordert Lockerung der Regeln für schwimmende Solaranlagen auf Seen und Flüssen

Bundesratsinitiative für mehr schwimmende Photovoltaik

NRW fordert Lockerung der Regeln für schwimmende Solaranlagen auf Seen und Flüssen

Nordrhein-Westfalen drängt auf Änderungen der Bundesregeln für schwimmende Solaranlagen

Das Land setzt sich für mehr Flexibilität bei der Regulierung solcher Projekte im Rahmen des Wasserhaushaltsgesetzes ein. Behördenvertreter kritisieren, dass die aktuellen Vorgaben zu starr seien und die Entwicklung behinderten.

Nach geltendem Wasserhaushaltsgesetz dürfen schwimmende Solarkraftwerke maximal 15 Prozent der Wasseroberfläche bedecken und müssen einen 40-Meter-Abstand zum Ufer einhalten. Diese als „pauschale Beschränkungen“ bezeichneten Regeln würden für Projektentwickler erhebliche Hürden schaffen, heißt es.

Aktuell sind in Nordrhein-Westfalen sechs schwimmende Photovoltaik-Anlagen in Betrieb, darunter die mit 5,6 Megawatt größte Anlage in Bislich. Umweltminister Oliver Krischer (Grüne) ist überzeugt, dass Regionen wie der Niederrhein deutlich größere Projekte umsetzen könnten, wenn die Vorschriften gelockert würden.

Im Januar hatte der Landesverband Erneuerbare Energien NRW dem Minister entsprechende Vorschläge unterbreitet. Nun fordert das Land die Bundesregierung auf, Paragraf 36 des Wasserhaushaltsgesetzes zu ändern. Der Antrag sieht vor, die maximalen Bedeckungsgrenzen anzuheben und in Einzelfällen flexible Ausnahmen zu ermöglichen. Zudem wird argumentiert, dass die aktuellen Regeln nicht immer im Sinne des Gewässerschutzes seien.

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Der Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Marktpreis für Solarstrom im Oktober 2025 fast sieben Cent pro Kilowattstunde erreichte. Die geplanten Änderungen sollen die Realisierung schwimmender Solarprojekte in Nordrhein-Westfalen erleichtern. Bei einer Umsetzung könnten größere Anlagen genehmigt und die vorgeschriebenen Abstandsflächen reduziert werden. Das Land hofft, so das Potenzial erneuerbarer Energien auf seinen Gewässern besser ausschöpfen zu können.

Quelle