NRW baut Ladesäulen aus – doch die Lücken im Netz bleiben spürbar
Irmtraut BeckerAnzahl der Ladepunkte in NRW deutlich gestiegen - NRW baut Ladesäulen aus – doch die Lücken im Netz bleiben spürbar
Nordrhein-Westfalen (NRW) verzeichnet einen stetigen Anstieg öffentlicher Ladesäulen für Elektroautos – doch die Nachfrage übersteigt weiterhin das Angebot. Bis Juli 2025 verfügt die Region über knapp 35.300 Ladestationen, was einem Zuwachs von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Trotz dieses Wachstums bleibt das Verhältnis zwischen Fahrzeugen und Ladepunkten in den Städten und Kreisen ungleich verteilt.
Die aktuellen Zahlen zeigen deutliche Unterschiede bei der Ladeinfrastruktur in NRW: Oberhausen führt mit dem besten Verhältnis von 10,2 Elektrofahrzeugen pro Ladesäule. Es folgen Mönchengladbach (12,3 Fahrzeuge) und Gelsenkirchen (13,6 Fahrzeuge). Euskirchen hingegen hat die größte Lücke – hier teilen sich 39,8 Autos einen einzigen Ladepunkt.
Bundesweit weist Heilbronn in Baden-Württemberg das günstigste Verhältnis auf (4,8 Fahrzeuge pro Säule), gefolgt von Emden in Niedersachsen (5,2 Fahrzeuge). In NRW sind rund 8.300 der insgesamt 35.300 Ladepunkte Schnellladestationen mit einer Leistung von über 22 Kilowatt.
Auch die durchschnittliche Ladeleistung pro Station ist in NRW gestiegen – um über 11 Prozent auf nun 38,7 Kilowatt. Dennoch gibt der Verband der Automobilindustrie (VDA) zu bedenken: Zwar schreitet der Ausbau voran, doch das Tempo hat nachgelassen. Lücken im bundesweiten Ladenetz bleiben spürbar.
Mit Stand Juli 2025 kommen in NRW durchschnittlich 19,5 Elektroautos auf eine öffentliche Ladesäule. Die ungleiche Verteilung unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen, die wachsende Nachfrage zu bedienen. Behörden und Branchenverbände beobachten die Entwicklung weiterhin genau, während die Verbreitung von E-Autos zunimmt.






