25 June 2026, 14:19

Neue EWI-Strategien sollen Netzausbaukosten um Milliarden senken

EWI: ├ťberdimensionierung von Netzanschlüssen mit Photovoltaik und Windenergie reduziert Netzausbaukosten um bis zu 1,8 Milliarden Euro j├Ąhrlich

Neue EWI-Strategien sollen Netzausbaukosten um Milliarden senken

Energiewirtschaftliches Institut der Universität zu Köln schlägt Strategien zur Senkung der Netzausbaukosten vor

Das Energiewirtschaftliche Institut (EWI) an der Universität zu Köln hat neue Ansätze entwickelt, um die Kosten für den Ausbau der Stromnetze zu reduzieren. Netzbetreiber stehen unter zunehmendem Druck, da die Nachfrage nach neuen Stromleitungen steigt, um den Anschluss erneuerbarer Energien zu ermöglichen. Das Institut empfiehlt eine Optimierung der Netzanbindungen, um die finanziellen und betrieblichen Belastungen zu verringern.

Aktuell sehen sich Netzbetreiber mit einer stark wachsenden Nachfrage nach neuen Stromtrassen konfrontiert, die für die Einspeisung erneuerbarer Energien erforderlich sind. Bis 2045 werden für den Ausbau der Verteilnetze durchschnittliche Investitionen in Höhe von rund 350 Milliarden Euro erwartet. Laut EWI liegen die durch erneuerbare Energien verursachten Netzausbaukosten je nach Region zwischen 61 und 180 Euro pro Kilowatt.

Das EWI rät dazu, Solar- und Windkraftanlagen an gemeinsamen Netzanschlusspunkten zu bündeln. Dieser Ansatz könnte die Ausbaukosten um 1,8 Milliarden Euro pro Jahr senken. Da die Spitzenlasten von Solar- und Windenergie selten gleichzeitig auftreten, würde eine gemeinsame Nutzung der Anschlüsse die durchschnittliche Netzauslastung erhöhen.

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Hinter den Netzanschlusspunkten installierte Batteriespeicher könnten zudem Verluste weiter verringern. Solche Systeme würden Energieverluste minimieren und den Bedarf an Einspeisemanagement reduzieren. Allerdings könnte die gemeinsame Nutzung der Anschlüsse häufiger zu einer Drosselung der erneuerbaren Energieerzeugung führen – dennoch bliebe der Nettoeffizienzgewinn bei etwa 800 Millionen Euro pro Jahr.

Das Institut weist darauf hin, dass die aktuellen Anreize zur Optimierung von Netzanschlüssen unzureichend sind. Ohne Anpassungen könnten diese Lücken zu Wohlfahrtsverlusten führen. Unterdessen arbeitet das Schweizer Bundesamt für Energie an mehr Transparenz und hat ein neues Dashboard eingeführt, das regionale Prognosen zur Solarstromerzeugung bietet.

Die vorgeschlagenen Optimierungen könnten die Kosten deutlich senken und die Effizienz bei der Integration erneuerbarer Energien steigern. Netzbetreiber dürften diese Strategien bald übernehmen, um die wachsende Nachfrage und die finanziellen Herausforderungen zu bewältigen. Ziel der Maßnahmen ist es, Investitionsbedarf und praktikable, kostengünstige Lösungen in Einklang zu bringen.

Quelle