26 January 2026, 12:51

Münsters Karnevalsgericht 2026: Promis zwischen Lachen und Scheinprozess

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung von Menschen in gestreifter Schlafbekleidung, die in einem Raum mit einer Wand und Fenstern tanzen, mit dem Text "William Hogarth - Der Hof des Hofes von England" unten.

Münsters Karnevalsgericht 2026: Promis zwischen Lachen und Scheinprozess

Münsters 55. Paohlbürger-Karnevalsgericht bringt Lachen und Spektakel in die Stadt

Die jährliche „Tennisplatz“-Verhandlung, ein geliebter Brauch der Karnevalszeit, glänzt in diesem Jahr mit einer prominent besetzten Runde. Stars wie Mary Roos, Jörg Draeger, Clemens Tönnies und Oberbürgermeister Tilmann Fuchs müssen sich vor ausverkauftem Haus spielerischen Anklagen stellen.

Die vom Paohlbürger-Karnevalsverein organisierte Veranstaltung blickt auf eine über fünfzigjährige Tradition zurück. Beim diesjährigen fiktiven Prozess werden die vier „Angeklagten“ vor einem Scheingericht humorvolle Vorwürfe entkräften müssen. Mary Roos sieht sich mit einem Skandal aus ihrer Gesangskarriere konfrontiert, während Clemens Tönnies vorgeworfen wird, zu viel Geld in den FC Schalke 04 statt in seinen Heimatverein Preußen Münster investiert zu haben. Oberbürgermeister Tilmann Fuchs wiederum muss sich den scherzhaften Vorwurf gefallen lassen, die Farbe Grün in städtischen Projekten übermäßig eingesetzt zu haben.

Jörg Draeger wird von zwei bekannten Persönlichkeiten verteidigt: seinem Freund und Kollegen Harry Wijnvoord sowie dem Verteidiger Markus Overath. Die Prominenten nehmen ihre Rollen ernst und haben sich gründlich auf ihren Auftritt vorbereitet. Der Richter wird schließlich entscheiden, wer im fiktiven Fall „schuldig“ ist – mit einem Urteil, das das Publikum unterhalten soll. Alle 200 Tickets für die Veranstaltung sind bereits vergriffen, ein Beweis für die ungebrochene Beliebtheit des Prozesses im Rahmen der Münsteraner Karnevalsfeiern.

Das Karnevalsgericht 2026 verbindet erneut Humor mit Tradition und zieht ein volles Haus zur scheinernsthaften Gerichtsverhandlung an. Mit hochkarätigen „Angeklagten“ und einem spielerischen juristischen Kräftemessen festigt die Veranstaltung ihren Platz als Höhepunkt im Münsteraner Festkalender. Das Urteil mag fiktiv sein – doch es schließt ein weiteres denkwürdiges Kapitel der Karnevalsgeschichte der Stadt.