Müllgebühren in Münster steigen 2026 um fast 7 Prozent an
Müllgebühren in Münster steigen 2026 erstmals seit vier Jahren
Die Abfallgebühren in Münster werden 2026 erstmals seit vier Jahren angehoben. Das städtische Abfallwirtschaftsunternehmen (awm) kündigte eine Erhöhung um 6,95 Prozent an – weniger als die ursprünglich prognostizierten 11 Prozent. Steigende Kosten für Personal, Material und Betrieb machen die Anpassung notwendig.
Die Gebührenerhöhung wirkt sich je nach Haushalt unterschiedlich aus. Ein typischer Vier-Personen-Haushalt wird pro Person etwa 6,13 Euro mehr im Monat zahlen – das entspricht einem Aufschlag von 40 Cent. Auch die Straßenreinigungsgebühren steigen um 9,35 Prozent: Die vollständige Reinigung einer Wohnstraße kostet künftig 7,20 Euro pro laufendem Meter und Jahr, 60 Cent mehr als bisher.
Vielen Grundstücksbesitzern ist nicht bewusst, dass die Müllgebühren nicht nur Rest- und Bioabfall abdecken. Sie finanzieren auch die Sammlung von Papier und Wertstoffen, die Abholung von Sperrmüll und Grünabfällen, die Entsorgung großer Elektrogeräte sowie die Recyclinghöfe. Diese Leistungen sind Teil der umfassenden Klimaschutz- und Ressourcenstrategie Münsters.
Ursprünglich hatte die awm für 2026 mit einer Erhöhung von 11 Prozent gerechnet. Durch geringere Ausgaben für die gesetzlich vorgeschriebene Nachsorge auf der Zentraldeponie konnte die Steigerung jedoch auf 6,95 Prozent begrenzt werden. Dennoch reichten Gebührenüberschüsse und Einnahmen aus dem Recycling nicht aus, um alle steigenden Kosten zu decken.
Für die Jahre 2027 und 2028 plant die awm weitere Anpassungen von jeweils 7 Prozent. Auch diese Erhöhungen sollen die höheren Personal-, Material- und Betriebskosten abfedern.
Die neuen Gebühren treten 2026 nach einer vierjährigen Pause in Kraft. Haushalte müssen mit moderaten monatlichen Mehrkosten rechnen, während die Straßenreinigungskosten um fast 10 Prozent steigen. Weitere Erhöhungen sind für die beiden folgenden Jahre bereits vorgesehen – basierend auf den aktuellen Kostenschätzungen.