Mönchengladbach baut siebte Gesamtschule für 130 Millionen Euro bis 2028
Irmtraut BeckerMönchengladbach baut siebte Gesamtschule für 130 Millionen Euro bis 2028
In Mönchengladbach soll bis 2028 eine neue Gesamtschule entstehen, um der wachsenden Nachfrage von Eltern gerecht zu werden. Fast 44 Prozent der Familien in der Stadt bevorzugen mittlerweile diese Schulform für ihre Kinder. Das Projekt an der Breiten Straße wird die siebte Gesamtschule der Region – die Bauarbeiten haben bereits begonnen.
Der Stadtrat hat die Pläne für die neue Schule bestätigt, die vom Münchner Architekturbüro Auer Weber entworfen wird. Der siegreiche Entwurf sieht ein fünfteiliges, mehrstöckiges Gebäude vor, bei dem jeder Bereich über einen eigenen Innenhof verfügt. Ein zentraler viergeschossiger Bauabschnitt wird Gemeinschaftsräume, Kunstateliers und eine Freiluft-Kunstterrasse beherbergen.
Der Baubeginn ist für 2027 vorgesehen, die ersten Schüler werden im Schuljahr 2028/29 erwartet. Bereits in diesem Sommer öffnet ein provisorisches Modulgebäude, das die Kapazität von 30 auf 34 Klassen erweitert – langfristig sollen es 36 sein. Die dauerhafte Schule, die rund 130 Millionen Euro kosten wird, bietet ab 2031 Platz für 1.200 Schülerinnen und Schüler.
Die Nachfrage ist bereits jetzt hoch: Für die anfänglichen 108 Plätze gingen 142 Anmeldungen ein. Sobald das Hauptgebäude steht, wird das Provisorium abgerissen, und die zweite Bauphase beginnt. Weitere Gesamtschul-Neubauten sind in Mönchengladbach vorerst bis mindestens 2031 ausgeschlossen.
Mit der neuen Schule steigt die Zahl der Gesamtschulen in der Stadt von sechs auf sieben. Die schrittweise Eröffnung soll dem wachsenden Elternwunsch nach diesem Bildungsmodell entsprechen. Die Investition von 130 Millionen Euro unterstreicht das Engagement der Stadt, das Angebot an weiterführenden Schulen in den kommenden zehn Jahren auszubauen.






