05 April 2026, 08:20

Moers setzt auf Bürgerbeteiligung: 50 zufällig Ausgewählte entwickeln neue Ideen

Ein Diagramm, das die kommunale Rechenschaftspflicht mit drei miteinander verbundenen Kreisen um den zentralen Satz herum zeigt, in fetter Schrift und leuchtenden Farben.

Moers setzt auf Bürgerbeteiligung: 50 zufällig Ausgewählte entwickeln neue Ideen

Moers startet neue Initiative zur Stärkung der Bürgerbeteiligung

Vom 4. bis 7. November kommen in Moers über 50 Bürger:innen zusammen, um Vorschläge zur Förderung der zivilgesellschaftlichen Mitwirkung auszuarbeiten. Das Projekt geht auf eine Empfehlung des Moerser Bürgerrats zurück, die der Stadtrat im vergangenen Monat verabschiedet hatte.

Die Idee entstand im Moerser Bürgerrat, dessen Vorschlag im Oktober 2024 die Zustimmung des Rates erhielt. Um eine breite Repräsentation zu gewährleisten, wurden zunächst 1.500 Bürger:innen per Losverfahren ausgewählt. Eine Expertenjury reduzierte diese Gruppe auf 50 Teilnehmer:innen – mit Fokus auf Personen, die bisher kaum politisch aktiv waren. Bei der Auswahl wurden zudem Vielfalt in Alter, Geschlecht, Migrationshintergrund und sozialer Herkunft besonders berücksichtigt.

Das Vorhaben ist eine Kooperation zwischen der Stadt Moers, dem nexus Institut in Berlin und dem Institut für Demokratie- und Partizipationsforschung der Bergischen Universität Wuppertal. Gefördert wird es im Rahmen des Bundesprogramms "Lebendige Demokratie!" Diana Finkele, Leiterin des Amts für kommunale Bildung, und die Demokratiebeauftragte Eleni Kremeti fungieren als zentrale Ansprechpartnerinnen für die Stadtverwaltung.

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Bürgermeisterin Julia Zupancic eröffnete die Veranstaltung mit den Worten, sie sei ein Zeichen für "gelebte Demokratie". Sie betonte, wie wichtig es sei, unterschiedliche Perspektiven und Lebenserfahrungen in die Diskussionen einzubringen.

Innerhalb der vier Tage werden die Teilnehmenden konkrete Vorschläge erarbeiten, wie die öffentliche Beteiligung in Moers verbessert werden kann. Diese werden anschließend dem Stadtrat zur Prüfung vorgelegt. Die Initiative markiert einen Schritt hin zu einer stärkeren Einbindung der Bürger:innen in die lokale Politikgestaltung.

Quelle