22 March 2026, 16:19

Mobbing-Vorwürfe erschüttern NRW-Digitalbehörde unter Ministerin Scharrenbach

Ein Mann in weißem Anzug und Hut sitzt an einem Tisch mit Mikrofonen, spricht, während Papiere und Gegenstände auf dem Tisch liegen, mit einem anderen Mann mit Brille rechts von ihm in einem Raum mit Wand und Tür im Hintergrund.

Scharrenbach bietet Mitarbeitern Gespräche nach Vorwürfen - Mobbing-Vorwürfe erschüttern NRW-Digitalbehörde unter Ministerin Scharrenbach

Vorwürfe wegen Mobbing und giftigem Arbeitsklima in NRWs Digitalverwaltungsbehörde

In der Digitalverwaltungsabteilung von Nordrhein-Westfalen sind Vorwürfe wegen Mobbing und eines toxischen Arbeitsumfelds bekannt geworden. Ministerin Ina Scharrenbach, die 2022 ihr Amt antrat, steht nun wegen ihres Führungsstils in der Kritik. Berichten zufolge herrscht in der Behörde ein Klima der Angst, in dem sich einige Mitarbeiter durch ihre Art der Personalführung tief verletzt fühlten.

Anfang 2025 informierte ein Personalvertreter einer Regierungsbehörde Nathanael Liminski, den Chef der Staatskanzlei, über Fehlverhalten in Scharrenbachs Ministerium. Zu den Vorwürfen zählte auch Mobbing – ein hoher Beamter soll gesagt haben: "Diese Frau hat mich zerstört." Interne Dokumente, die der "Spiegel" einsehen konnte, bestätigten später diese Schilderungen und zeichneten das Bild einer von Einschüchterung geprägten Arbeitsatmosphäre.

Liminski räumte ein, dass ihm die Bedenken bereits vor der Bundestagswahl 2025 bekannt gewesen seien. Er verwies darauf, dass zu Beginn der Legislaturperiode Fragen zur Umstrukturierung des Ministeriums aufkamen, was zu Gesprächen mit Scharrenbach und Staatssekretär Daniel Sieveke führte.

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Scharrenbach gab zu, dass ihr Führungsstil nicht jedem Mitarbeiter entsprochen haben könnte. Mittlerweile habe sie Schritte eingeleitet, um die Probleme zu beheben – darunter persönliche Gespräche mit betroffenen Beschäftigten und die Einbindung des Betriebsrats. Die Ministerin erkannte die Kritik an und versprach, die Führungsprozesse in ihrer Abteilung zu verbessern.

Öffentliche Unterlagen, die zeigen, wie sich das Arbeitsklima seit ihrem Amtsantritt 2022 entwickelt hat, liegen nicht vor.

Scharrenbach hat inzwischen Maßnahmen ergriffen, um die Situation zu entschärfen, etwa durch direkte Gespräche mit Mitarbeitern und die Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat. Die Vorwürfe werfen jedoch weiterhin Fragen zu den Führungsmethoden in ihrem Ministerium auf. Ob die Veränderungen tatsächlich zu einer Verbesserung des Arbeitsklimas führen, bleibt abzuwarten.

Quelle