Mietpreise in NRW steigen langsamer – ist die Wende am Wohnungsmarkt da?
Iwona KohlMietenanstieg in NRW verliert an Schwung - Mietpreise in NRW steigen langsamer – ist die Wende am Wohnungsmarkt da?
Mietpreisanstieg in Nordrhein-Westfalen deutlich verlangsamt
In Nordrhein-Westfalen hat sich der Anstieg der Mieten im vergangenen Jahr stark abgebremst. Die aktuellen Zahlen zeigen den geringsten jährlichen Zuwachs seit Ende 2021 – die Preise stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2023 nur noch um 4 %. Daten des Greix-Mietindex, der 37 deutsche Städte und Regionen erfasst, bestätigen diesen Trend für 17 Standorte im Bundesland.
Zwischen Juli und September 2023 kletterten die Mieten in Nordrhein-Westfalen im Schnitt um 0,7 %. Im Vorquartal hatte der Anstieg mit 0,9 % noch etwas höher gelegen. Unter Berücksichtigung der Inflation fiel der tatsächliche Zuwachs in den Sommermonaten jedoch kaum ins Gewicht.
Düsseldorf stach unter den Großstädten des Landes hervor und verzeichnete mit 0,7 % den zweitstärksten Anstieg unter den acht größten deutschen Städten. Gleichzeitig blieben Köln und Düsseldorf die teuersten Städte der Region – die durchschnittliche Kaltmiete lag dort bei 15,21 € bzw. 14,40 € pro Quadratmeter. Demgegenüber waren Gelsenkirchen und Duisburg mit durchschnittlich 7,42 € und 8,21 € pro Quadratmeter die günstigsten Standorte.
Der Greix-Mietindex wies zudem darauf hin, dass günstigere Wohnungen oft nicht auf den gängigen Immobilienportalen auftauchen. Viele werden privat vermietet und entziehen sich damit der offiziellen Datenerfassung.
Die Abschwächung beim Mietanstieg deutet auf eine Wende am nordrhein-westfälischen Wohnungsmarkt hin. Da die inflationsbereinigten Steigerungen kaum spürbar sind, steht für Mieter:innen der Druck weniger hoch als in den Vorjahren. Dennoch bleiben die Unterschiede zwischen den teuersten und günstigsten Städten der Region eklatant.






