Märkischer Kreis: Mehr E-Scooter-Unfälle und Drogendelikte trotz weniger Verkehrstoter
Thies FreudenbergerMärkischer Kreis: Mehr E-Scooter-Unfälle und Drogendelikte trotz weniger Verkehrstoter
Verkehrssicherheitsentwicklung im Märkischen Kreis zeigt 2025 gemischtes Bild
Während die Gesamtzahl der Unfälle im Märkischen Kreis stabil blieb, stiegen die Vorfälle mit E-Scootern seit der Einführung neuer Verkehrsregeln im Jahr 2020 deutlich an. Zwar ging die Zahl der Verkehrstoten zurück, doch nahmen Drogendelikte im Straßenverkehr sowie Verletzungen bei Kindern im vergangenen Jahr zu.
Die Unfälle mit E-Scootern nahmen in der Region seit 2020 stark zu: Wurden damals nur 12 Vorfälle registriert, stieg die Zahl bis 2022 auf 85, bevor sie sich 2025 bei etwa 60 einpendelte. Auch die Verletzungen durch diese Unfälle erhöhten sich – von sechs verletzten Fahrern im Jahr 2020 auf 49 im Jahr 2025. Die Zahl der Fahrradunfälle blieb dagegen mit jährlich 200 bis 250 Fällen konstant, Fußgängerunfälle stiegen leicht von 150 auf 180, während Autounfälle von 450 auf 420 zurückgingen.
Im Jahr 2025 starben sieben Menschen im Straßenverkehr, vier weniger als im Vorjahr. Unter den Opfern war ein 10-jähriges Mädchen aus Ihmert. Schwere Verletzungen gingen um 15 Prozent zurück – 192 Menschen wurden schwer verletzt, verglichen mit 2024. Leichte Verletzungen nahmen jedoch um 6,4 Prozent zu und erreichten 945 Fälle.
Mehr Kinder verunglückten 2025 auf dem Schulweg: 142 Fälle wurden gemeldet. Rasen, Vorfahrtsmissachtung und falsches Abbiegen blieben die häufigsten Ursachen für schwere Unfälle. Die anhaltende Sperrung der Rahmedetal-Brücke verschärfte die Verkehrssituation und begünstigte illegale Abkürzungen sowie rücksichtsloses Fahren.
Drogendelikte im Straßenverkehr nahmen stark zu: 1.367 Autofahrer mussten 2025 eine Blutprobe abgeben – ein Anstieg gegenüber 915 im Vorjahr. Trotz dieser Herausforderungen blieb die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle 2025 nahezu unverändert im Vergleich zu 2024.
Die aktuellen Zahlen zeigen im Märkischen Kreis sowohl Fortschritte als auch anhaltende Probleme. Zwar sanken die Todesfälle und schweren Verletzungen, doch stiegen Unfälle mit E-Scootern, Drogenfahrten und Kinderverletzungen. Die Behörden beobachten weiterhin die Auswirkungen von Verkehrsveränderungen, darunter die Brückensperrung und strengere E-Scooter-Regelungen.