07 January 2026, 20:44

Machtkampf in der KAS: AKK gegen Krings – wer führt die Adenauer-Stiftung?

Ein Mann in einem schwarzen Blazer steht an einem Podium mit Mikrofonen, spricht in ein tragbares Mikrofon, mit einer Blumendekoration und einem Tisch mit einem Buch und einer Wasserflasche in der Nähe, während drei Personen in Stühlen vor ihm sitzen, vor einem Hintergrund aus einer braunen Wand und einem bunten Brett mit Text.

Machtkampf in der KAS: AKK gegen Krings – wer führt die Adenauer-Stiftung?

In der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS), Deutschlands einflussreicher politischer Denkfabrik, läuft derzeit ein Führungswettstreit. Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK) und Günter Krings bewerben sich um den Vorsitz – die Abstimmung ist für den 19. Dezember angesetzt. Die Wahl folgt auf eine gespaltene Unterstützung: Bundeskanzler a. D. Friedrich Merz hatte sich zwar öffentlich hinter Krings gestellt, konnte dessen Sieg in einer früheren Vorabstimmung jedoch nicht durchsetzen.

Die ehemalige Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer trat trotz Merz’ öffentlicher Unterstützung für Krings in den Wettbewerb ein. Ihr Hintergrund in der Außenpolitik passt gut zum internationalen Fokus der KAS. Zudem bringt sie umfangreiche Erfahrung aus Spitzenpositionen der CDU mit, darunter ihr Sieg über Merz in einer Parteiführungs-Stichwahl 2018.

Günter Krings, CDU-Bundestagsabgeordneter, war zwar offiziell von Merz nominiert worden, unterlag AKK jedoch in einer ersten Abstimmung mit 21 zu 28 Stimmen. Seine Kandidatur stützt sich auf Jahrzehnte politischer und akademischer Arbeit – sowohl in Deutschland als auch im Ausland. Da keine Einigung erzielt wurde, werden nun die 52 KAS-Mitglieder im Dezember über die Nachfolge entscheiden. Sollte Kramp-Karrenbauer gewählt werden, wäre sie die erste Frau an der Spitze der Stiftung. Der Wettstreit fällt in eine entscheidende Phase, in der sich die KAS mit sich wandelnden politischen Landschaften und internen Parteidynamiken auseinandersetzen muss.

Die Abstimmung am 19. Dezember wird über den nächsten KAS-Präsidenten entscheiden – entweder Kramp-Karrenbauer oder Krings wird die Führung übernehmen. Das Ergebnis wird die Ausrichtung der Stiftung inmitten anhaltender Herausforderungen prägen. Beide Kandidaten bringen unterschiedliche Stärken mit, doch nur einer wird sich am Ende durchsetzen.