01 May 2026, 02:25

Lehrerin kocht im TV – während sie ein Jahr krankgeschrieben ist

John Bull steht einem sitzenden Schuldirektor gegenüber an einem Tisch mit einem Hut und Papieren, während eine weitere Person in der Nähe sitzt; eine Tür und ein Papier an der Wand sind im Hintergrund sichtbar.

Vertretungslehrer soll in Kochshows aufgetreten sein - Lehrerin kocht im TV – während sie ein Jahr krankgeschrieben ist

Eine Lehrerin in Nordrhein-Westfalen gerät in die Kritik, nachdem sie während einer langfristigen Krankschreibung an zwei Fernseh-Kochshows teilgenommen hat. Der Fall hat nun disziplinarische Konsequenzen zur Folge und löst eine breitere Debatte über längere Fehlzeiten im Bildungssektor aus.

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Die betroffene Lehrkraft, deren Name nicht bekannt gegeben wurde, war Berichten zufolge fast ein Jahr wegen Krankheit abwesend. In dieser Zeit trat sie in zwei Kochsendungen auf, was Zweifel an der Berechtigung ihrer Arbeitsunfähigkeit aufkommen ließ. Das Schulministerium prüfte ihre Angaben und leitete daraufhin ein Disziplinarverfahren ein.

Mittlerweile hat die Bezirksregierung Köln den Fall übernommen und offiziell disziplinarische Schritte gegen die Lehrerin eingeleitet. Die Angelegenheit sorgt auch politisch für Diskussionen: Die Freie Demokratische Partei (FDP) fordert schärfere Kontrollen bei Lehrkräften, die langfristig krankgeschrieben sind.

Eine umfassendere Auswertung ergab, dass im Zuständigkeitsbereich des Schulministeriums derzeit 1.388 Beschäftigte längerfristig krankgeschrieben sind. Davon wurden jedoch nur 55 Prozent offiziell ärztlich untersucht, um ihre Arbeitsfähigkeit zu überprüfen.

Das Disziplinarverfahren soll klären, ob die Lehrerin gegen berufliche Verhaltensregeln verstoßen hat. Gleichzeitig unterstreicht die FDP mit ihren Forderungen die Bedenken hinsichtlich der Überwachung langfristiger Krankschreibungen an Schulen. Der Ausgang dieses Falls könnte Auswirkungen darauf haben, wie künftig mit solchen Fehlzeiten umgegangen wird.

Quelle