Kubicki will FDP mit Charme und Dynamik zurück an die Spitze führen
Irmtraut BeckerKubicki will FDP mit Charme und Dynamik zurück an die Spitze führen
Wolfgang Kubicki, stellvertretender Vorsitzender der FDP, kandidiert auf dem Bundesparteitag Ende Mai für den Parteivorsitz. Seine Bewerbung habe bereits neues Interesse an der Partei geweckt, so Kubicki selbst. Sein Ziel ist es nun, die FDP in den Umfragen bis zum nächsten Frühjahr deutlich über die Fünf-Prozent-Hürde zu bringen.
Laut Kubicki hat sich das fast vollständige Verschwinden der FDP aus der öffentlichen Debatte im vergangenen Jahr innerhalb von nur drei Wochen gewandelt. Dies führt er auf seine Kandidatur und die damit verbundene Dynamik zurück. Selbst politische Gegner und Medien sähen die Partei nun wieder als comebackfähig, betont er.
Bei seinen Auftritten reagiert das Publikum oft begeistert – allerdings nicht immer wegen seiner konkreten politischen Inhalte. Kubicki ist überzeugt, dass die Menschen vielmehr die grundsätzliche Haltung spüren, für die er steht. Selbst seine innerparteilichen Kritiker würden sich letztlich hinter ihn stellen, da alle dasselbe Ziel verfolgten: den Erfolg der FDP.
Sein Verhältnis zum Rivalen Henning Höne, dem FDP-Landesvorsitzenden in Nordrhein-Westfalen, scheint frei von Spannungen. Kubicki hat deutlich gemacht, dass er Höne stärken und nicht schwächen wolle. Falls er zum Vorsitzenden gewählt werde, plane er, seine persönliche Marke enger mit der Identität der Partei zu verknüpfen.
Seine Kampagne habe die öffentliche Wahrnehmung der FDP bereits verändert, argumentiert Kubicki. Jetzt gehe es darum, stabile Umfragewerte zu sichern und die Partei hinter einer gemeinsamen Vision zu einen. Der Bundesparteitag Ende Mai wird entscheiden, ob er die Führung übernimmt.






