06 January 2026, 15:19

Kubicki und Strack-Zimmermann verwandeln Dreikönigsoper in politische Roast-Show

Ein Mann in einem pink-weißen Kleid steht neben einem Rednerpult in einem Auditorium, mit Pflanzen und zwei Stühlen daneben und einer bunten Wand im Hintergrund.

Liberale Muppet-Show: FDP-Spitzenpolitiker liefern Comedy-Act - Kubicki und Strack-Zimmermann verwandeln Dreikönigsoper in politische Roast-Show

Ein traditionelles Opernereignis in Stuttgart nahm eine unerwartete Wendung, als Wolfgang Kubicki und Marie-Agnes Strack-Zimmermann daraus eine satirische Roast-Show machten. Die FDP-Mitglieder Kubicki und Strack-Zimmermann lieferten sich scharfe Witze im Stil der Muppet Show und ernteten damit sowohl Gelächter als auch Kontroversen. Die zunächst lockere Performance entwickelte sich schnell zu pointierten politischen Spitzen.

Die Dreikönigsoper, normalerweise eine formelle Veranstaltung, wurde zur Bühne für Kubickis und Strack-Zimmermanns komödiantischen Auftritt. Strack-Zimmermann verglich sich selbst mit Miss Piggy, während sie Kubicki als Kermit besetzte – verspieltee Anspielungen, die den Ton für ihren Auftritt setzten.

Kubicki nahm anschließend politische Gegner ins Visier und warnte vor einer linksextremen Terrorgruppe, die "eine Großstadt lahmlegen" könne. Er kritisierte den Linken-Co-Vorsitzenden Jan van Aken und karikierte dessen Ansichten zu Vermögen und Kriminalität. In einer besonders provokanten Spitze schlug Kubicki vor, falls der ehemalige russische Präsident Dmitri Medwedew einen deutschen Politiker entführen wolle, solle er sich lieber van Aken als CDU-Chef Friedrich Merz aussuchen. Die in satirischem Ton vorgetragenen Bemerkungen ließen manche Zuschauer amüsiert zurück, andere jedoch verunsichert. Zwar blieb die festliche Stimmung des Abends erhalten, doch die politischen Untertöne sorgten über den Veranstaltungsort hinaus für Gesprächsstoff.

Die Opernaufführung wird wohl vor allem wegen ihrer ungewöhnlichen Mischung aus Humor und politischen Sticheleien in Erinnerung bleiben. Kubickis Äußerungen, obwohl als Scherze verpackt, spiegelten die anhaltenden Spannungen zwischen den Parteien wider. Der spielerische Ton der Veranstaltung konnte die Schärfe der Kritik kaum abmildern.