22 January 2026, 03:00

Krefeld streicht Schulen und Rettungsdienste – doch einige Großprojekte laufen weiter

Ein Plakat, das die elektrische Stadt Bergbahn in Deutschland ankündigt und Bilder von Gebäuden, Bäumen, Hügeln und Text enthält.

Krefeld streicht Schulen und Rettungsdienste – doch einige Großprojekte laufen weiter

Krefeld steht unter massivem Finanzdruck und muss wichtige öffentliche Projekte verschieben oder streichen. Die Zentrale Gebäudewirtschaft (ZGM) arbeitet für das Jahr 2026 mit einem vorläufigen Haushalt, der tiefe Einschnitte bei Schulen, Sporteinrichtungen und Rettungsdiensten vorsieht. Trotz der Krise werden einige Großprojekte jedoch weiterverfolgt.

Aufgrund von Finanzierungsengpässen wurden mehrere prestigeträchtige Vorhaben auf Eis gelegt. Die Sanierung des Bockumer Schwimmbads und der Glockenspitzhalle wurde gestoppt, und die Pläne für ein neues Verwaltungsgebäude am Theaterplatz wurden fallen gelassen.

Besonders betroffen sind Investitionen in Schulen. Die Erweiterungen der Kompass-Grundschule und des Gymnasiums am Stadtpark werden nicht wie geplant umgesetzt. Auch der Bau neuer Kindertagesstätten an der Neuen Weg und der Griesbacher Straße sowie die Errichtung von Feuerwehr- und Rettungswachen in Uerdingen, Hüls und im Westviertel verzögern sich.

Nicht alle Projekte wurden jedoch gestoppt: Der Bau einer Veranstaltungshalle und von Eislaufbahnen an der Westparkstraße geht weiter, ebenso wie die Sanierung des Stadttheaters. Der Finanzplan der ZGM, über den der Stadtrat im Februar abstimmen soll, zielt darauf ab, das erwartete Defizit zu verringern – dennoch werden für 2026 weiterhin Verluste prognostiziert.

Krefelds Probleme spiegeln eine bundesweite Krise wider. Der Deutsche Städtetag meldet ein kumuliertes kommunales Defizit von 31 Milliarden Euro, da die steigenden Kosten die verfügbaren Mittel übersteigen.

Die ZGM muss nun Prioritäten setzen und viele geplante Investitionen zurückstellen. Zwar werden einige Vorhaben fortgeführt, doch der Finanzdruck führt zu Verzögerungen bei Schulen, Sportanlagen und der Notfallinfrastruktur. Die anstehende Abstimmung im Stadtrat wird zeigen, wie Krefeld seinen Haushalt in den kommenden Jahren steuern wird.