24 January 2026, 10:31

Kölner Behörden zerschlagen illegale Geschäfte von Uber und Bolt mit harten Strafen

Eine lange Reihe von Taxis, die an der Seite einer belebten Straße in Berlin, Deutschland, geparkt sind, mit Fahrzeugen, Radfahrern und Fußgängern, flankiert von Laternenmasten, Bäumen und Gebäuden, einschließlich eines Bogens und eines Turms.

Kölner Behörden zerschlagen illegale Geschäfte von Uber und Bolt mit harten Strafen

Kölner Behörden gehen hart gegen Fahrdienstvermittler wie Uber und Bolt vor, nachdem sie flächendeckende illegale Geschäfte aufgedeckt haben. Bei Kontrollen im vergangenen Jahr wurden Hunderte Verstöße bei Fahrern der beiden Anbieter festgestellt – viele hielten sich nicht an geltende Verkehrsgesetze. Mittlerweile erstrecken sich die Ermittlungen auch auf Autovermietungen, die im Verdacht stehen, in Verbindung mit diesen Plattformen Steuerhinterziehung und Sozialbetrug zu betreiben.

Allein 2024 prüfte der Kölner Zoll 730 Mietwagen, die von Fahrdienstfahrern genutzt wurden, und leitete 366 Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. In der Hälfte der Fälle verhängten die Behörden Bußgelder, 140 Fahrzeuge wurden sofort stillgelegt. Die meisten Verstöße betrafen Fahrer, die nach Fahrten nicht zu ihrem Firmenstandort zurückkehrten, sondern in Taxi-Sonderzonen auf neue Kunden warteten – was dort streng verboten ist.

Der Taxiruf Köln, der größte Taxiverband der Stadt, hat bereits in über 100 Fällen rechtliche Schritte gegen Uber- und Bolt-Fahrer eingeleitet. Gerichte haben in mehreren Urteilen hohe Strafen verhängt. Aleksandar Dragicevic, Vorstandsmitglied des Taxiruf Köln, macht dafür das Geschäftsmodell der Plattformen verantwortlich, das auf eine ständige Verfügbarkeit der Fahrer setzt. Parallel laufen Ermittlungen gegen Autovermietungen wie Sixt, Europcar und lokale Anbieter wie die Köln Autovermietung GmbH. Bei Razzien im Januar 2025 stießen die Behörden auf Briefkastenfirmen und nicht gemeldete Beschäftigungsverhältnisse – ein Hinweis auf mögliche Verbindungen zu Steuer- und Sozialversicherungsbetrug. Uber betont, in Deutschland über keine eigene Flotte zu verfügen, und verweist darauf, dass Partnerunternehmen die gesetzlichen Vorgaben einhalten müssten.

Die verschärften Kontrollen führen zu höheren Strafen und Fahrzeugbeschlagnahmungen. Gleichzeitig ziehen sich die juristischen Auseinandersetzungen hin, da Taxiverbände auf weitere Maßnahmen gegen illegale Fahrdienstleistungen drängen. Das Vorgehen könnte langfristig die Arbeitsweise solcher Anbieter in Köln grundlegend verändern.