19 June 2026, 20:17

Köln und Düsseldorf fordern legale Crack-Verkaufsstellen gegen offene Drogenszene

Köln und Düsseldorf wollen den Crack-Handel legalisieren

Köln und Düsseldorf fordern legale Crack-Verkaufsstellen gegen offene Drogenszene

Die Oberbürgermeister von Köln und Düsseldorf setzen sich für die Legalisierung des kleinteiligen Handels mit harten Drogen in ihren Städten ein. Torsten Burmester (SPD) und Stephan Keller (CDU) wollen damit das wachsende Problem des öffentlichen Crack-Konsums angehen. Ihr Vorschlag sieht vor, regulierte Bereiche für den Mikrohandel unter medizinischer Aufsicht einzurichten.

In Köln hat sich der Neumarkt zum Haupttreffpunkt für Drogenabhängige entwickelt. Anwohner und Geschäftsleute berichten von Belastungen durch die offene Drogenszene. Burmester betonte die Dringlichkeit von Maßnahmen, um die durch Sucht verursachten Störungen einzudämmen.

In Düsseldorf beschrieb Keller ähnliche Probleme. Crack-Abhängige nutzen häufig Hauseingänge und Ladentüren zum Drogenkonsum, was zu aggressivem Betteln, Diebstahl und Prostitution führe. Die Ausbreitung von Crack als meistkonsumierte illegale Droge in Städten wie Köln und Dortmund habe die Lage weiter verschärft.

Die Oberbürgermeister schlagen spezielle Räumlichkeiten vor, in denen kleine Mengen harter Drogen legal gekauft und verkauft werden könnten. Diese Einrichtungen sollen medizinisch betreut werden, wobei das Personal klare und rechtlich abgesicherte Richtlinien befolgt. Keller ist überzeugt, dass eine Regulierung die mit dem illegalen Drogenhandel verbundene Kriminalität verringern könnte.

Burmester und Keller haben offiziell eine rechtliche Prüfung bei den Ministern von Nordrhein-Westfalen beantragt. In ihrem Schreiben fordern sie eine Bewertung, ob der Mikrohandel in Drogenkonsumräumen nach geltendem Recht zulässig wäre.

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Ziel des Vorhabens ist es, den Drogenhandel von der Straße in kontrollierte Umgebungen zu verlagern. Bei einer Genehmigung könnten schwerstabhängige Konsumenten kleine Mengen unter Aufsicht beziehen. Die Oberbürgermeister argumentieren, dass dies die öffentliche Ordnung entlasten und die Sicherheit für Nutzer wie Anwohner verbessern würde.

Quelle