Köln schafft Rettungsdienst-Gebühren ab – doch nicht alle Einsätze bleiben kostenfrei
Thies FreudenbergerAmbulanz-Einsätze in Köln bleiben kostenlos - Köln schafft Rettungsdienst-Gebühren ab – doch nicht alle Einsätze bleiben kostenfrei
Köln hat sich mit den Krankenkassen auf eine Vereinbarung geeinigt, um den Rettungsdienst für die Bürger kostenfrei zu halten. Die Einigung erfolgt zu einem Zeitpunkt, in dem viele Städte in Nordrhein-Westfalen über die Finanzierung der notärztlichen Versorgung verhandeln. Die endgültige Abstimmung über die neue Gebührenordnung steht auf der Tagesordnung der Ratssitzung am 5. Februar.
Die Stadt und die gesetzlichen Krankenversicherungen haben sich auf eine überarbeitete Rettungsdienstgebührenverordnung verständigt. Demnach zahlen Patienten künftig nichts mehr für den Transport mit dem Rettungswagen in medizinischen Notfällen. Allerdings übernehmen die Kassen künftig keine Kosten mehr für sogenannte „Einsätze ohne Transport“ – also Fälle, in denen ein Rettungswagen ausrückt, der Patient aber nicht ins Krankenhaus gebracht wird. Solche Einsätze machen bis zu 25 Prozent aller Notfallreaktionen in Köln aus.
Die aktualisierte Gebührenregelung muss nun noch die politischen Gremien der Stadt passieren, bevor sie formal in Kraft treten kann. Bei einer Bestätigung würden die Änderungen nach der Ratssitzung am 5. Februar greifen. Anders als in anderen Regionen stellt FC Köln damit sicher, dass Bürger keine direkten Kosten für die Nutzung des Rettungsdienstes in Notfällen tragen müssen.
Die Vereinbarung schafft die Eigenbeteiligung für Patienten ab, die dringend einen Krankentransport benötigen. Gleichzeitig verlagert sie die finanzielle Verantwortung für Einsätze ohne Transport von den Versicherungen weg. Die Entscheidung folgt einer breiten Debatte in ganz Nordrhein-Westfalen über die Finanzierung der notärztlichen Versorgung.