08 February 2026, 16:47

Karneval am Steuer: Strenge Alkoholregeln und hohe Strafen drohen

Eine Gruppe von Menschen in Helmen fährt nachts mit Fahrrädern eine Stadtstraße hinunter, beleuchtet von den Stadtlichtern.

Karneval am Steuer: Strenge Alkoholregeln und hohe Strafen drohen

Karnevalszeit bringt bunte Kostüme und ausgelassene Feiern – eine willkommene Abwechslung zur winterlichen Tristesse. Doch für Autofahrerinnen und Autofahrer gelten während der Festtage strenge Regeln, besonders beim Alkohol und der Sichtbarkeit im Straßenverkehr.

Die Behörden warnen: Die "Narrenfreiheit" endet spätestens hinter dem Steuer. Wer sein Gesicht durch Masken oder Verkleidungen verdeckt, riskiert ein Bußgeld von 60 Euro. Kostüme dürfen weder Sicht, Gehör noch Bewegungsfreiheit beim Fahren einschränken.

Auch bei den Alkoholgrenzen bleibt während der Feierlichkeiten kein Spielraum. Ab 0,5 Promille drohen mindestens 500 Euro Strafe, zwei Punkte in Flensburg und ein einmonatiger Führerscheinentzug. Kommt es zu einem Unfall, können bereits 0,3 Promille strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen – mit Geldstrafen und einem sechsmonatigen Fahrverbot.

Noch strenger sind die Regeln für Fahranfänger in der Probezeit und unter 21-Jährige: Hier gilt absolute Null-Promille-Grenze. Auch Restalkohol vom Vorabend kann Autofahrer teuer zu stehen kommen. Radfahrer müssen ebenfalls mit Konsequenzen rechnen – ab 1,6 Promille drohen strafrechtliche Ermittlungen. Für S-Pedelecs (E-Bikes bis 45 km/h) gelten die gleichen Alkoholgrenzen wie für Mofas: 0,5 Promille.

Die Strafen sind im Laufe der Jahre deutlich härter geworden. Seit 2010 stieg das Bußgeld für Ersttäter mit Werten zwischen 0,5 und 1,09 Promille von 500 bis 1.500 Euro auf nun 500 bis 3.600 Euro. Fahrverbote können bis zu sechs Monate dauern, bei höheren Promillewerten droht sogar eine Freiheitsstrafe. Mit den Reformen 2024 wurden zudem strengere Alkoholkontrollen per Atemtest eingeführt, Wiederholungstäter müssen zwingend an einer MPU-Vorbereitung teilnehmen.

Die Botschaft ist klar: Der Karnevalsspaß hört am Steuer auf. Durch schärfere Kontrollen und höhere Strafen können schon kleine Fehler schwere Folgen haben. Autofahrer werden dringend dazu aufgerufen, vorab zu planen und sich an die Regeln zu halten – um Bußgelder, Fahrverbote oder Schlimmeres zu vermeiden.