14 June 2026, 12:18

Jochen Ott führt SPD in NRW-Wahlkampf mit klarem Sozialkurs

Das ist fast Klassenkampf

Jochen Ott führt SPD in NRW-Wahlkampf mit klarem Sozialkurs

Jochen Ott ist als Spitzenkandidat der SPD für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen nominiert worden. Auf einem Parteitag in Düsseldorf erhielt er mit 96,2 Prozent eine fast einstimmige Zustimmung der Delegierten. Sein Wahlkampf zielt darauf ab, die SPD als Partei der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in einer Region zu positionieren, in der ihre Unterstützung auf nur noch 14 bis 18 Prozent gesunken ist.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Ott warnt vor einem „Klassenkampf von oben“, angeführt von wohlhabenden rechtlibertären Akteuren und der rechtsextremen AfD. Er weist Margaret Thatchers Behauptung, „es gebe so etwas wie die Gesellschaft nicht“, entschieden zurück und gelobt, Nordrhein-Westfalen zum familienfreundlichsten Bundesland Deutschlands zu machen.

Zu seinen zentralen Vorhaben gehört ein „Chancenfonds für Kinder“, der jedem Neugeborenen 5.000 Euro zukommen lassen soll. Zudem plant er eine „Sozialwohnungs-Offensive“, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, und verspricht, durch bessere Bildungschancen die soziale Mobilität zu stärken und so für mehr Gerechtigkeit zu sorgen.

Die familienpolitische Ausrichtung der SPD zeigt bereits erste Erfolge auf lokaler Ebene. In Hamm wurde der SPD-Politiker Marc Herter mit 63,6 Prozent der Stimmen als Bürgermeister wiedergewählt – ein Ergebnis, das Ott landesweit wiederholen möchte.

Die SPD hofft, mit Otts Fokus auf die Arbeiterschicht in ihrem einstigen Stammland wieder Fuß zu fassen. Seine Politik setzt auf Familien, Wohnraum und Bildung, um Wähler zurückzugewinnen. Zwar liegen die Umfragewerte der Partei weiterhin im Keller, doch jüngste lokale Erfolge deuten auf eine mögliche Trendwende hin.

Quelle