26 January 2026, 14:53

„Jagd & Hund“ in Dortmund: Europas größte Jagdmesse zwischen Tradition und Trophäenjagd-Debatte

Ein lebendiger Markt in Heidelbergs Altstadt mit Menschen, die zwischen Tischen mit Blumentöpfen und Sonnenschirmen umhergehen und sitzen, vor einem Hintergrund aus Gebäuden, Bäumen und einem klaren blauen Himmel.

Jagdmesse lockt mit Hirschrufen, Jagdwissen und Neuheiten - „Jagd & Hund“ in Dortmund: Europas größte Jagdmesse zwischen Tradition und Trophäenjagd-Debatte

Europas größte Jagdmesse Jagd & Hund startet am 27. Januar in Dortmund

Vom 27. Januar bis Sonntag öffnet die Jagd & Hund in Dortmund ihre Tore – die größte Jagdmesse in Europa. Zehntausende Besucher werden erwartet, um über 1.300 Jagdhunde, Falknereivorführungen und die neuesten Jagdausrüstungen zu bestaunen. Mit 700 Ausstellern aus 36 Ländern bleibt die Veranstaltung eines der bedeutendsten internationalen Treffen für Jäger und Outdoor-Enthusiasten.

Gezeigt werden Vorführungen von 59 Jagdhunderassen sowie live Falknereishows. Besucher können zudem modernste Schusswaffen, Geländefahrzeuge begutachten und an Vorträgen zu praktischen Jagdfertigkeiten teilnehmen.

Ein besonderes Highlight ist der Wettbewerb der besten Hirschrufer Deutschlands. Gleichzeitig präsentieren Köche beim Wild Food Festival kulinarische Spezialitäten aus Wildfleisch. In Deutschland gibt es fast 468.000 Jäger mit gültigem Jagdschein, allein in Nordrhein-Westfalen sind es knapp 100.000.

Vertreter aus Botswana, Namibia und Simbabwe werden auf der Messe die Trophäenjagd verteidigen, darunter Martin Usuku (Botswana), Malan Lindeque (Namibia) und Shifra Nkomo (Simbabwe). Tierschützer kritisieren die Praxis scharf und argumentieren, sie schade bedrohten Arten. Die afrikanischen Delegierten betonen hingegen, die Trophäenjagd sei streng reguliert und trage zum Artenschutz bei.

Die Messe vereint Tradition und Kontroverse der modernen Jagd: Während Aussteller die neueste Technik präsentieren, bleibt die Debatte über die Rolle der Trophäenjagd im Wildtiermanagement aktuell. Die Veranstalter rechnen mit Rekordbesucherzahlen, wenn Jäger, Naturschützer und Branchenvertreter zusammenkommen.