04 February 2026, 12:46

Jacques Tilly fordert das Ende der Pferde in Karnevalsumzügen – und löst eine Debatte aus

Ein Bild eines Karnevals-Umzugs mit Menschen in bunten Kostümen auf Pferden vor einem geschmückten Schwimmwagen, unter einem klaren blauen Himmel mit Bäumen im Hintergrund.

Schwimmpuppenbauer Jacques Tilly gegen Pferde in Karnevals-Umzügen - Jacques Tilly fordert das Ende der Pferde in Karnevalsumzügen – und löst eine Debatte aus

Die Verwendung von Pferden in Karnevalsumzügen hat eine neue Debatte ausgelöst, nachdem ein bekannter Wagenbauer sich gegen diese Tradition ausgesprochen hat. Jacques Tilly, berühmt für seine satirischen Kreationen beim Düsseldorfer Rosenmontagszug, argumentiert, dass diese Praxis nicht mehr zu modernen Werten passe. Seine Haltung findet Unterstützung bei Tierschutzorganisationen, während rechtliche Probleme in Russland die Kontroverse zusätzlich anheizen.

Jacques Tilly, eine prägende Figur der deutschen Karnevalsszene, hat die Teilnahme von Pferden an Umzügen öffentlich kritisiert. Er hält die Tradition für überholt und ethisch bedenklich. Seine Äußerungen folgen einem größeren Wandel in einigen Städten wie Bonn, wo Pferde aus Tierschutz- und Sicherheitsgründen bereits abgesetzt wurden.

Die Tierschutzorganisation PETA unterstützt Tillys Position. Die Gruppe behauptet, dass Pferde unter dem Lärm und Gedränge der Veranstaltungen erheblichem Stress und Unbehagen ausgesetzt seien. PETA fordert zudem die Kommunalbehörden auf, Verbote zu verhängen, und verweist auf Risiken für die öffentliche Sicherheit.

Gleichzeitig sieht sich Tilly in Russland mit separaten juristischen Vorwürfen konfrontiert. Ihm wird vorgeworfen, staatliche Institutionen, darunter das Militär und Präsident Putin, verunglimpft zu haben. Bei einer Verurteilung nach russischem Recht drohen ihm Geldstrafen oder eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren.

Die Diskussion über Pferde in Karnevalsumzügen hält an, wobei Tillys Widerstand bei Aktivisten zunehmend auf Zustimmung stößt. Bonns Entscheidung, die Tiere aus den Umzügen zu nehmen, spiegelt den Wandel der Einstellungen wider – landesweite Verbote gibt es jedoch noch nicht. Die russischen Gerichtsverfahren stehen indes in keinem Zusammenhang mit der Karnevalsthematik.