08 June 2026, 10:17

Indischer Stahlriese Jindal Steel will Thyssenkrupp-Stahlsparte übernehmen

Angebot aus Indien für Thyssenkrupp Steel

Indischer Stahlriese Jindal Steel will Thyssenkrupp-Stahlsparte übernehmen

Indischer Stahlkonzern Jindal Steel bietet für Thyssenkrupp-Stahlsparte

Der indische Stahlproduzent Jindal Steel hat ein Übernahmeangebot für die Stahlsparte von Thyssenkrupp abgegeben. Das Unternehmen reichte ein unverbindliches Gebot für die deutsche Einheit ein, die im letzten Geschäftsjahr einen Umsatz von 10,7 Milliarden Euro erzielte. Der Schritt folgt auf den früheren Plan von Thyssenkrupp, ein Joint Venture mit dem tschechischen Milliardär Daniel Křetínský zu gründen.

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Jindal Steel, einer der größten integrierten Stahlhersteller Indiens, ist auch in Afrika und Australien aktiv. Das Unternehmen verzeichnete im letzten Geschäftsjahr einen Umsatz von 12 Milliarden Euro bei einer operativen Gewinnmarge von 22 %. Sollte die Übernahme gelingen, würde Thyssenkrupp Steel unter der Führung von Jindal zum größten klimafreundlichen Stahlproduzenten Europas aufsteigen.

Der Vorstand von Thyssenkrupp wird das Angebot anhand wirtschaftlicher Vorteile, ökologischer Verpflichtungen und Arbeitsplatzsicherheit bewerten. Jindal Steel hat zugesagt, das DRI-Werk in Duisburg fertigzustellen und zusätzlich über 2 Milliarden Euro zu investieren. Sowohl Thyssenkrupp als auch Křetínský behalten sich vor, den zuvor vereinbarten Verkauf von 20 Prozent der Anteile am Joint Venture rückgängig zu machen.

Die deutsche Gewerkschaft IG Metall unterstützt das Übernahmeangebot und bezeichnet es als positive Nachricht für die Belegschaft. Das Angebot von Jindal erfolgt, nachdem die Stahlsparte von Thyssenkrupp im Geschäftsjahr 2023/24 einen bereinigten operativen Gewinn von 261 Millionen Euro ausgewiesen hatte.

Die Übernahme könnte die Stahlaktivitäten von Thyssenkrupp grundlegend verändern, da Jindal Steel umfangreiche Investitionen und einen Fokus auf grüne Produktion verspricht. Nun muss der Vorstand des Konzerns die finanziellen und strategischen Auswirkungen des Angebots abwägen. Die Entscheidung wird die Zukunft eines der wichtigsten europäischen Stahlproduzenten prägen.

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