Hauptzollamt Aachen zieht Bilanz: Rekordzahlen bei Steuern, Beschlagnahmungen und Strafverfahren 2024
Doris DowergHauptzollamt Aachen zieht Bilanz: Rekordzahlen bei Steuern, Beschlagnahmungen und Strafverfahren 2024
Hauptzollamt Aachen meldet ereignisreiches Jahr 2024
Das Hauptzollamt Aachen blickt auf ein arbeitsintensives Jahr 2024 zurück. Die Teams bewältigten enorme Handelsvolumina, gingen gegen illegale Waren vor und verfolgten Betrugsfälle in der gesamten Region. Zudem leistete die Behörde durch Steuereinnahmen und Vollstreckungsmaßnahmen einen erheblichen Beitrag zur öffentlichen Finanzlage.
Die Zollstellen in Aachen, Düren und Heinsberg bearbeiteten im vergangenen Jahr fast 400.000 Zollerklärungen, die sich auf über 3 Millionen Einzelpositionen erstreckten. Das Hauptzollamt Aachen nahm dabei 400 Millionen Euro an Steuern ein – vor allem durch Einfuhrumsatzsteuer und Verbrauchsteuern.
Die Behörden beschlagnahmten 17.087 Einheiten verbotener Waren im Wert von über 2,5 Millionen Euro. Zudem zogen sie 417 Rauschgiftfälle, 15 Waffen sowie mehr als 105 Liter unversteuerte oder nicht zugelassene Liquids für E-Zigaretten ein. Die Schwarzarbeitsbekämpfung leitete 1.954 Strafverfahren wegen Sozialbetrugs ein; der Schaden durch nicht angemeldete Arbeit wurde auf 11,88 Millionen Euro geschätzt.
Die Abteilung für Straftaten und Ordnungswidrigkeiten bearbeitete 5.350 Straf- und 2.177 Ordnungswidrigkeitsverfahren. In abgeschlossenen Fällen verhängten Gerichte Haftstrafen von insgesamt 42 Jahren und 4 Monaten sowie Geldstrafen in Höhe von 508.410 Euro.
Der Zoll spielt eine zentrale Rolle für die öffentliche Sicherheit und die Wirtschaft. Mit rund 48.000 Beschäftigten bundesweit umfasst sein Aufgabenbereich Verbraucherschutz, Steuererhebung und Strafverfolgung. Die Zahlen für 2024 unterstreichen seine weitreichende Bedeutung für Handel, Staatseinnahmen und Kriminalitätsbekämpfung.
