06 June 2026, 16:16

H2-Trust: Wie Blockchain die Wasserstoff-Lieferketten durchsichtiger macht

"Blockchain macht Daten zum Thema Wasserstoff transparent und unveränderlich"

H2-Trust: Wie Blockchain die Wasserstoff-Lieferketten durchsichtiger macht

H2-Trust: Blockchain-System soll Wasserstoff-Lieferketten revolutionieren

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Ein neues, auf Blockchain basierendes System namens H2-Trust soll die Wasserstoff-Wertschöpfungskette grundlegend verändern, indem es Daten vollständig transparent und rückverfolgbar macht. Als Open-Source-Lösung entwickelt, zielt es darauf ab, Herstellerbindungen zu vermeiden und gleichzeitig behördliche Prüfungen zu automatisieren. Erste Tests mit Industriepartnern sind für Mitte 2026 geplant.

H2-Trust funktioniert wie ein „digitaler Fingerabdruck“ für Wasserstoff und erfasst jeden Schritt – von der Produktion bis zum Endverbraucher. Durch den Einsatz der Blockchain-Technologie bleibt die Datengrundlage manipulationssicher und unveränderlich. Dieser Ansatz vereinfacht komplexe Lieferketten und ermöglicht die automatische Einhaltung von Compliance-Vorgaben.

Das Projekt ist Teil der Initiative „BlockcH2ain“, in der sich regionale Unternehmen zusammengeschlossen haben, um digitale Produktpässe für Wasserstoff zu erforschen. Zwei kleinere Hersteller wurden bereits ausgewählt, um den Prototypen ab Mitte 2026 unter Realbedingungen zu testen. Ihre Anlagen sollen helfen, das System vor einer breiteren Einführung zu optimieren.

Drei Wege zur Datenerfassung H2-Trust bietet drei Methoden an, um Informationen zu sammeln: manuelle Eingabe, CSV-Hochladen oder die direkte Anbindung an IoT-Geräte. Dennoch bleibt die Automatisierung der Dokumentation für grünen Wasserstoff eine Herausforderung – bedingt durch unterschiedliche Produktionsanlagen und Abhängigkeiten. Ziel ist es, innerhalb von fünf Jahren eine herstellerneutrale Lösung zu etablieren, die branchenweit genutzt werden kann.

Markteinführung als Standard-Tool H2-Trust soll als standardisiertes Open-Source-Werkzeug für die Wasserstoffbranche verfügbar werden. Ab Mitte 2026 werden erste Praxistests mit zwei Produktionspartnern die Alltagstauglichkeit prüfen. Bei Erfolg könnte das System Compliance-Prozesse beschleunigen und das Vertrauen in Wasserstoff-Lieferketten deutlich stärken.

Quelle