02 January 2026, 10:47

Große Sprengung im Februar: Ibbenbürens Schornstein fällt in Sekunden

Ein Schwarz-Weiß-Bild eines Fabrikgebäudes mit Rauch, der aus seinem Schornstein aufsteigt und von Gebäuden umgeben ist.

Große Sprengung im Februar: Ibbenbürens Schornstein fällt in Sekunden

Ehemaliges Steinkohlekraftwerk Ibbenbüren: Nächste große Sprengung am 22. Februar

Das stillgelegte Steinkohlekraftwerk in Ibbenbüren steht vor einer weiteren großen Sprengung: Am 22. Februar werden der Schornstein und die Entschwefelungsanlagen in einer kontrollierten Detonation zu Boden gehen. Seit 2023 gehört das Gelände dem Energiekonzern Uniper, der die Anlage seither systematisch zurückbaut. Monate lang liefen die Vorbereitungen für diesen Schritt.

Uniper hatte das Kraftwerk 2023 übernommen und seitdem schrittweise demontiert. Bereits im April 2025 waren der Kühlturm und das Kesselhaus gesprengt worden – eine Aktion, die der WDR live übertrug. Die nun anstehende Sprengung musste wegen Sicherheitsbedenken mehrfach verschoben werden.

Das Material des abgerissenen Kühlturms findet bereits eine neue Verwendung: Der Beton dient als Aufprallbett, um den Sturz des Schornsteins abzufedern. Jens Hofmann von der Abbruchfirma Hagedorn leitet die Sprengung. Nach dem Abriss werden Schrottteile der Entschwefelungsanlagen verkauft und recycelt – der Stahl fließt in die Neuproduktion. Das geräumte Gelände bekommt unterdessen eine neue Bestimmung: Der Netzbetreiber Amprion errichtet dort eine Konverterstation, die Windstrom aus der Nordsee in Haushaltsstrom für Nordrhein-Westfalen umwandelt. Bis Juni 2026 soll das gesamte Areal beräumt sein, so der Plan des Abbruchunternehmens.

Auch die anstehende Sprengung von Schornstein und Restanlagen wird der WDR live übertragen. Nach Abschluss der Arbeiten entsteht auf dem Gelände ein zentrales Projekt der Energiewende: Die Konverterstation soll tausende Haushalte in der Region mit Ökostrom versorgen.