Große Kundgebung in Düsseldorf fordert Prüfung rechtsextremer Parteien am 14. März 2026
Thies FreudenbergerGroße Kundgebung in Düsseldorf fordert Prüfung rechtsextremer Parteien am 14. März 2026
Kundgebung für Überprüfung rechtsextremer Parteien in Düsseldorf am 14. März 2026
Am Samstag, den 14. März 2026, findet in Düsseldorf eine Demonstration statt, die eine Überprüfung rechtsextremer Parteien fordert. Die Veranstalter rufen das Bundesverfassungsgericht auf, alle Gruppen zu prüfen, die als extremistisch eingestuft oder unter Verdacht stehen. Die Aktion wird von Demokratieaktivisten und einigen Bundesländern unterstützt, während Nordrhein-Westfalen eine offizielle Stellungnahme bisher noch nicht abgegeben hat.
Die unter dem Motto "ÜBERPRÜFEN!" stehende Kundgebung beginnt um 14:00 Uhr vor dem nordrhein-westfälischen Landtag. Teilnehmer werden gebeten, sich bereits um 12:33 Uhr am Bahnhof Bergisch Gladbach, Gleis 1, zu versammeln, um gemeinsam anzureisen. Weitere Informationen zu Transport und Ablauf sind auf der Website und den Social-Media-Kanälen des Veranstalterverbands abrufbar.
Im Fokus der Demonstration steht insbesondere die Einstufung von Parteien wie der Alternative für Deutschland (AfD), die das Bundesamt für Verfassungsschutz im Mai 2025 als "gesicherte rechtsextremistische Bestrebung" eingestuft hatte. Die AfD klagt derzeit gegen diesen Beschluss – das Verfahren läuft vor dem Verwaltungsgericht Köln. Auch mehrere Landesverbände der Partei, darunter in Brandenburg, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen, werden von regionalen Behörden ähnlich bewertet.
Befürworter der Kundgebung argumentieren, dass der Bundesrat mit einer einfachen Mehrheit eine Überprüfung anstoßen könnte. Der Bergisch Gladbacher Verein für Demokratie und Vielfalt (DeVi) hat die Veranstaltung öffentlich unterstützt. Weitere Details sind unter www.pruef-demos.de zu finden.
Ziel der Demonstration ist es, eine rechtliche Prüfung der Einstufungen rechtsextremer Parteien voranzutreiben. Die Organisatoren haben klare Hinweise für Teilnehmer veröffentlicht, darunter Treffpunkte und Reisepläne. Das Ergebnis könnte Einfluss darauf haben, wie Extremismus-Zuordnungen in künftigen Fällen gehandhabt werden.