Führerscheinbetrug in Bielefeld: Fünf Angeklagte vor Gericht wegen organisierter Prüfungsmanipulation
Doris DowergFührerscheinbetrug in Bielefeld: Fünf Angeklagte vor Gericht wegen organisierter Prüfungsmanipulation
Fünf Personen aus Bielefeld und Werther müssen sich wegen des Betrugs mit Führerscheinen vor Gericht verantworten. Die Gruppe soll unter falscher Identität gegen Bezahlung Theorieprüfungen für andere abgelegt haben. Die Ermittler stießen bei einer unrelateden Untersuchung am Landgericht Hannover auf die Machenschaften.
Bei dem Betrug ging es um 71 Versuche, die Theorieprüfung für den Führerschein zwischen Februar 2022 und Juli 2025 zu manipulieren. Die Behörden konnten 14 dieser Versuche vor deren Abschluss stoppen. Der Ring soll pro Prüfung zwischen 1.100 und 2.000 Euro verlangt haben – insgesamt ergaunerten die Beschuldigten auf diese Weise etwa 35.000 Euro.
Einem der Angeklagten wird vorgeworfen, das Netzwerk organisiert zu haben. Die Gruppe wählte dabei Personen aus, die den eigentlichen Prüflingen äußerlich ähnelten. Allen fünf drohen nun Anklagepunkte wegen gewerbsmäßigen Betrugs, wobei Haftstrafen von sechs Monaten bis zu zehn Jahren möglich sind.
Der Prozess am Landgericht Bielefeld hat kürzlich begonnen und soll bis Ende Mai dauern. Acht Verhandlungstage sind angesetzt. Einige der Beschuldigten haben bereits Vorstrafen wegen ähnlicher Delikte, andere stehen in separaten Verfahren noch unter Ermittlung.
Bisher sind keine weiteren juristischen Schritte gegen die fünf Personen bekannt. Der aktuelle Fall geht auf Beweismaterial zurück, das bei einer unrelateden Untersuchung am Landgericht Hannover sichergestellt wurde.
Das Gericht wird nun entscheiden, ob die Angeklagten des gewerbsmäßigen Betrugs schuldig sind. Bei einer Verurteilung drohen ihnen Haftstrafen von bis zu zehn Jahren. Das Urteil wird klären, ob die Gruppe durch den Führerscheinbetrug illegal Profit geschlagen hat.






