Friedensaktivist Reiner Braun diskutiert Russlands Rolle und Alternativen zur Aufrüstung
Thies FreudenbergerFriedensaktivist Reiner Braun diskutiert Russlands Rolle und Alternativen zur Aufrüstung
Am Dienstag, dem 25. November, veranstaltet der Rosa-Luxemburg-Club Mönchengladbach einen öffentlichen Vortrag mit dem Titel „Russland als Feind oder die Notwendigkeit einer Friedenspolitik?“ Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr im Katholischen Forum (Bettrather Straße 22, Raum 043) und ist für alle Besucherinnen und Besucher kostenfrei. Referent Reiner Braun, ein langjähriger Friedensaktivist, wird über Sicherheitspolitik, Kriegsvorbereitung und mögliche Alternativen zu Konflikten sprechen.
Reiner Braun bringt jahrzehntelange Erfahrung in die Diskussion ein. Der ehemalige Geschäftsführer des Internationalen Friedensbüros (IPB) studierte Germanistik und Journalismus, bevor er sich in den 1980er-Jahren in der westdeutschen Anti-Atomkraft- und Friedensbewegung engagierte. Seine Karriere umfasst die Zusammenarbeit mit der Internationalen Vereinigung der Juristen gegen Atomwaffen sowie Führungspositionen in globalen Abrüstungsnetzwerken. Das IPB, in dessen Vorstand Braun heute tätig ist, ist die weltweit größte Friedensorganisation und vereint über 440 Mitgliedsgruppen in mehr als 100 Ländern.
Der Vortrag hinterfragt die aktuelle Fixierung auf militärische Vorbereitung in der öffentlichen Debatte. Braun wird analysieren, ob Aufrüstung die einzige Antwort auf wahrgenommene Bedrohungen ist – insbesondere die Idee eines russischen Angriffs auf einen baltischen NATO-Staat. Zudem schlägt er die Prinzipien der KSZE/OSZE als mögliche Grundlage für ein neues Sicherheitskonzept vor. Im Anschluss an den Vortrag gibt es eine Diskussion, bei der das Publikum die Möglichkeit hat, sich mit den angesprochenen Themen auseinanderzusetzen.
Ziel der Veranstaltung ist es, den Dialog über den Wandel von Konfliktbereitschaft hin zu friedensfördernden Strategien anzuregen. Indem Braun gängige Sicherheitsnarrative infrage stellt, bietet sein Vortrag die Chance, diplomatische und kooperative Lösungsansätze zu erkunden. Der Eintritt ist frei, und die Veranstalter laden alle Interessierten herzlich ein.