25 April 2026, 02:22

Forschungsprojekt CircuPEM will grüne Wasserstoffproduktion revolutionieren – mit Kreislaufwirtschaft

Liniengraph, der die erneuerbare Stromerzeugung nach Brennstofftyp von 2000 bis 2040 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Forschungsprojekt CircuPEM will grüne Wasserstoffproduktion revolutionieren – mit Kreislaufwirtschaft

Neues Forschungsprojekt will grüne Wasserstoffproduktion nachhaltiger machen – durch weniger Abhängigkeit von teuren Rohstoffen

Unter dem Namen CircuPEM startet eine Initiative, die die Produktion von grünem Wasserstoff umweltfreundlicher gestalten soll, indem sie den Bedarf an kostspieligen Materialien verringert. Im Mittelpunkt stehen Protonenaustauschmembran-Elektrolyseure (PEM-Elektrolyseure), eine Schlüsseltechnologie der Wasserstoffbranche. Das auf drei Jahre angelegte Vorhaben beginnt im Januar 2026 und wird mit rund 2,9 Millionen Euro gefördert.

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Federführend ist die Ruhr-Universität Bochum, die mit Partnern wie dem Heinz-Nixdorf-Institut (HNI) der Universität Paderborn, dem Fraunhofer-Institut UMSICHT, der Direct Matter GmbH und Heraeus Precious Metals zusammenarbeitet. Ziel ist es, ein Kreislaufwirtschaftskonzept für PEM-Elektrolyseure zu entwickeln, um wertvolle Materialien wiederzuverwerten statt sie zu entsorgen.

Die Forschung gliedert sich in drei Phasen: Zunächst analysiert das Team die bestehende Wertschöpfungskette. Anschließend werden neue Geschäftsmodelle entwickelt und getestet. Abschließend schlagen die Forscherinnen und Forscher Pilotprojekte vor, um die Ergebnisse in die Praxis umzusetzen.

Julia Marie Vehmeyer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am HNI, betont die Dringlichkeit des Problems: PEM-Elektrolyseure sind auf seltene und teure Rohstoffe angewiesen – ein Risiko für Kosten und Versorgungssicherheit. CircuPEM ist Teil des Wettbewerbs GreenEconomy.IN.NRW, unterstützt vom Wirtschaftsministerium Nordrhein-Westfalens und der Europäischen Union.

Die Projektergebnisse könnten die Abhängigkeit der Wasserstoffbranche von knappen Ressourcen verringern. Mit 2,9 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) arbeitet das Team bis 2029 an praxistauglichen Lösungen. Die Empfehlungen könnten künftige Politiken und Pilotvorhaben in der Branche prägen.

Quelle