02 May 2026, 02:18

Ex-Berater fordern demokratischen Kurswechsel gegen Trumps Außenpolitik

Karte veranschaulicht die Erweiterung der NATO von 1949 bis heute, wobei die Regionen farblich nach dem Jahr der Aufnahme codiert sind.

Ex-Berater fordern demokratischen Kurswechsel gegen Trumps Außenpolitik

Christoph Heusgen, ehemaliger Berater von Angela Merkel, und Philip Murphy, früherer US-Botschafter, fordern eine stärkere demokratische Prägung in der amerikanischen Politik. Ihre Forderung kommt inmitten scharfer Kritik an Donald Trumps Haltung gegenüber Europa und den globalen Bündnissen. Beide argumentieren, dass ein Kurswechsel in der US-Führung notwendig sei, um die Stabilität in den transatlantischen Beziehungen wiederherzustellen.

Heusgen und Murphy werfen Trump vor, Europa eher als Gegner denn als Partner zu behandeln. Besonders problematisch sei seine Infragestellung des amerikanischen Engagements in der NATO. Zudem warnen sie, dass Trumps Vorgehen die Gewaltenteilung untergrabe – etwa durch Druck auf die Justiz und Versuche, den Kongress zu umgehen.

Ihrer Einschätzung nach würde ein demokratischer Präsident im Jahr 2028 das transatlantische Bündnis erneuern und die Handelsbeziehungen mit der EU verbessern. Sie zeigen sich zuversichtlich, dass die Demokraten bei den Midterm-Wahlen 2022 die Mehrheit im Repräsentantenhaus und möglicherweise auch im Senat zurückgewinnen könnten. Diese Hoffnung stützt sich auf wachsenden Widerstand in den USA, insbesondere in den Bereichen Einwanderung und Außenpolitik.

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Die beiden Autoren schlagen zudem eine neue Strategie vor, mit der Deutschland einen halbpermanenten Sitz im UN-Sicherheitsrat erhalten könnte. Dafür wäre eine gemeinsame Initiative der USA und Deutschlands erforderlich. Ihr übergeordnetes Anliegen betont die Bedeutung der Rechtsstaatlichkeit und warnt vor den schädlichen Folgen eines amerikanischen Unilateralismus für beide Nationen.

Die früheren Regierungsvertreter sehen demokratische Erfolge als entscheidend an, um Trumps Außenpolitik entgegenzuwirken. Zu ihren Empfehlungen gehören eine engere Zusammenarbeit in internationalen Institutionen und die Rückkehr zu einer multilateralen Ordnung. Ohne solche Veränderungen, so ihre Warnung, würden die transatlantischen Beziehungen weiter unter Spannung stehen.

Quelle